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FREIWILLIGE
FEUERWEHR ESCHBACH e.V. |






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15.02.2012 / Usinger Anzeiger
Einsatzabteilung der Eschbacher Feuerwehr wandert nach Grävenwiesbach
(cu) Gut gelaunt traf sich die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Eschbach inklusive Anhang am Samstagnachmittag zur diesjährigen Winterwanderung. Los ging es am Feuerwehrgerätehaus, vorbei am Eschbacher Campingplatz und weiter an die Rentnerbänke, wo sich die Wanderer bei heißem Apfelwein und Punsch eine Aufwärmpause gönnten. Frisch gestärkt setzten sie dann bei strahlendem Sonnenschein ihren Weg nach Grävenwiesbach fort und kehrten in die Gaststätte "Zur Eisenbahn" ein. Bei gutem Essen klang dort der Nachmittag in gemütlicher Runde aus.
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02.01.2012 / Usinger Anzeiger
Erstmals neue Anerkennungsprämie des Landes überreicht
Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Eschbach blickt auf arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr zurück - Beförderungen und Ehrungen
(cu) Von 557 Übungsstunden, 186 Stunden für Pflege, Fahrzeugwartung und Reinigung sowie 536 Einsatzstunden in 23 Einsätzen konnte Wehrführer Carsten Vetter auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Eschbach im Gerätehaus berichten.
Mit 33 Feuerwehrleuten in der Einsatzabteilung ist die Eschbacher Wehr gut aufgestellt. Mehrere Aktive besuchten im abgelaufenen Jahr verschiedene Lehrgänge und Seminare. Der Feuerwehrverein zählt ohne Jugend und Kinder 245 Mitglieder und organisierte übers Jahr verteilt diverse gesellige Veranstaltungen, wie den Kameradschaftsabend, einen Ausflug nach Bonn, das Oktoberfest und den Kaffeenachmittag der Alters- und Ehrenabteilung. In diesem Jahr hat die Feuerwehr auch wieder eine Tanzgruppe, die zum "Gemütlichen" und zu Fasching auftritt, wie Vetter informierte.
Ein sehr arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr mit einer hervorragenden Darstellung des Feuerwehrvereins auf dem Hessentag leige zurück, betonte Norbert Fischer, der Vorsitzende des Nassauischen Feuerwehrverbands, in seinem Grußwort an die Eschbacher Kameraden. Es habe sich 2011 sehr viel getan, man habe unter anderem eine vereinfachte Regelung zum Feuerwehrführerschein, einen verbesserten Versicherungsschutz im Einsatz und die Einführung der Anerkennungsprämie für verdiente Einsatzkräfte erreicht, die im Verlauf der Sitzung noch zum Tragen kommen sollte.
Carsten Vetter konnte auf der traditionell gut besuchten Versammlung auch Stadtrat Dieter Fritz, den stellvertretenden Stadtbrandinspektor Carlos Weidner und Ehrenstadtbrandinspektor Heinz Dienstbach begrüßen. Sie alle lobten das Engagement der Eschbacher Feuerwehr, sowohl in Ausbildung und Einsatz wie auch in der Jugendarbeit.
Die Jugendfeuerwehr zählt aktuell sechs Junden und fünf Mädchen und verzeichnet damit ein Plus von drei Mitgliedern, wie Jugendwart Jannis Trier berichtete. Sie haben knapp 100 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung genossen, sowie verschiedene Highlights wie das Zeltlager in Marburg und den Ausflug in den Kletterpark Friedrichsdorf. Zu den Feuerwehr-Kids gehören zurzeit zehn Kinder, so Betreuerin Sandra Böhmer, die sich gemeinsam mit Daniela Bonifer, Anja Heinemann und Hiltrud Ruß um die Kids kümmert. Neben theoretischer und praktischer Brandschutzerziehung unternehmen die Kinder Ausflüge und basteln, experimentieren und spielen alle 14 Tage mitwochs gemeinsam von 15 bis 15.45 Uhr im Gerätehaus. Gerne können noch weitere Kinder von sechs bis neun Jahren hinzukommen.
In den Reihen des Vorstands war zur Jahreshauptversammlung das Amt des zweiten Kassierers vakant geworden. Neu in diese Position wurde einstimmig Jannis Trier gewählt.
Im Anschluss beförderte Carlos Weidner den stellvertretenden Wehrführer Steffen Böhmer zum Hauptlöschmeister sowie Moritz Berg zum Oberlöschmeister, Stefan Bender zum Oberfeuerwehrmann und Jan-Philip Heinemann zum Feuerwehrmann.
Es folgten zahlreiche Ehrungen. Mit dem goldenen Brandschutz-Ehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr wurde Wolfgang Hoppe ausgezeichnet. Für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr erhielten Günter Fritz, Günter Ruß und Volker Schmidt die goldene Ehrennadel. Ernst Schäfer und Gerhard Söhnge gehören seit 50 Jahren zu den Eschbacher Kameraden. Ihnen überreichte der Vorstand Dankesurkunden und ein Präsent. Mit einem Präsent wurden auch die ehemaligen Vorstandsmitglieder Thomas Bonifer und Jürgen Gotschy verabschiedet.
Abschließend kamen die ersten Eschbacher Kameraden in den Genuss der 2011 von der hessischen Landesregierung beschlossenen Anerkennungsprämie. Harald Benders 40 Jahre währende aktive Zeit in der Einsatzabteilung wurde mit einer Urkunde und einem Scheck über 1000 Euro gewürdigt, Urkunden und jeweils einen Scheck über 500 Euro erhielten Carsten Vetter und Harri Bender, die seit 30 Jahren der Einsatzabteilung angehören.
Unter Punkt "Verschiedenes" blickte Carsten Vetter kurz auf das gut besuchte Oktoberfest der Eschbacer Feuerwehr zurück. Da die Wehr im kommenden Jahr das 20. Oktoberfest feiert und der Zeltanbau am Gerätehaus aus Platzgründen nicht mehr erweitert werden kann, möchte man es mit einer Feier im Bürgerhaus versuchen.
"Die Zeit, die wir seither in den Zeltaufbau investiert haben, möchten wir dann für die Dekoration der Halle verwenden", betonte Vetter, der einen wesentlichen Grund für den Erfolg des Fests in der stimmungsvollen Atmosphäre sieht. "Es muss tug und urig aussehen", unterstrich er.
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08.11.2011 / Usinger Anzeiger
Nur einmal jährlich treffen
Kaffeenachmittag der Alters- und Ehrenabteilung
(cu) Gemütlich zusammensitzen, sich miteinander unterhalten und dabei noch Kaffee und vom Vorstand selbst gebackene Torten genießen, das ist Sinn und Zweck des Kaffeenachmittags der Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr Eschbach. Und es ist wichtig für die Mitglieder der Abteilung, deren Ehefrauen ebenfalls mit eingeladen sind.
"Auch Witwen der Verstorbenen kommen noch hinzu", informierte Carsten Vetter, der die Gruppe am Sonntagmittag gemeinsam mit seinem Vize begrüßte. Der besondere Reiz dabei sei wahrscheinlich, dass die Senioren in diesem Kreis nur einmal im Jahr aufeinandertreffen.
In den Gesprächen ist das Ortsgeschehen der letzten Zeit ein Thema, aber auch die Feuerwehr selbst. Vetter erinnert jedes Mal an die wichtigsten Einsätze - 2011 waren es bisher 21 - und sonstige Ereignisse des Jahres und gibt einen Ausblick auf die Zukunft. So steht im September 2012 ein viertägiger Ausflug an den Bodensee auf dem Programm und es wird das 20. Oktoberfest gefeiert. Zum Jubiläum werde man voraussichtlich ins Bürgerhaus umziehen, aber "die Atmosphäre wird gewahrt", versprach der Vorsitzende. Das Fest sei nicht zuletzt deshalb so erfolgreich, weil die Feuerwehr viel Mühe auf die Dekoration verwende, ist er sich sicher. Und selbstverständlich werde auch für die Alters- und Ehrenabteilung wieder ein Tisch reserviert.
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12.10.2011 / Usinger Anzeiger
Den Nachwuchs an die Aufgaben der Einsatzkräfte heranführen
Gemeinsame Übung von Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr
(cu) Ein größeres Feuer in einer Scheune, in der auch Gasflaschen lagerten und außerdem noch eine eingeklemmte Person, das war das mit viel Rauch simulierte Szenario für die gemeinsame Übung von Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr Eschbach, an der am Samstagnachmittag insgesamt 21 Kameraden teilnahmen.
Unter Leitung des stellvertretenden Wehrführers Steffen Böhmer bildeten die Feuerwehrleute Trupps aus jugendlichen und erfahrenen Mitgliedern, die sich zunächst auf die Rettung der eingeklemmten Person konzentrierten, die mit einem Bein unter den in der Scheune abgestellten Traktor geraten war. Mit dem Hebekissen wurde das Fahrzeug angehoben und die Person aus der Gefahrenzone gebracht.
Im Anschluss wurde der Brand gelöscht. Mit dabei waren drei Mädchen und vier Jungs im Alter von zehn bis 16 Jahren.
Alle ein bis zwei Jahre veranstaltet die Eschbacher Feuerwehr solche gemeinsame Übungen, um einen sanften Übergang von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung zu gewährleisten. "Einerseits geht es dabei ums gegenseitige Kennenlernen und andererseits sollen die Jüngeren an die Arbeit der Einsatzabteilung herangeführt werden", sagt Wehrführer Carsten Vetter. Bei den gemeinsamen Übungen komme es weniger auf Schnelligkeit an, sondern vielmehr darauf, dass die erfahrenen Kameraden sich intensiv um die jüngeren kümmern und darauf achten, dass alles rigchtig gemacht wird.
"Davon abgesehen bieten solche Übungen, bei denen Blaulicht, Nebelmaschine und Wasser zum Einsatz kommen, auch eine Abwechslung im Alltag der Jugendfeuerwehr, die normalerweise nicht mit solch großem Aufwand übt", ergänzt Jugendleiter Jannis Trier. von Einsatzleiter Steffen Böhmer gab es abschließend ein dickes Lob für alle. Zügig und professionell sei die Übung verlaufen. "Manchmal sind die Jugendlichen etwas zurückhaltend und scheu, wenn ältere mit dabei sind, aber hier und heute waren sie gut dabei und wussten, wo sie anpacken müssen", unterstrich Vetter, der das ganze Geschehen beobachtet hatte. Gleichzeitig dankt er den Familien Karlheinz und Martin Schäfer, die ihre Scheune in der Hohlstraße 8 für die Übung zur Verfügung gestellt hatten.
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30.09.2011 / Usinger Anzeiger
In Eschbach super Stimmung in Weiß-blau
(cu) Super Stimmung, weiß-blaue Atmosphäre, bayerische Schmankerln und Münchener Bier, das sind seit nunmehr 19 Jahren die klassischen Kennzeichen des Oktoberfestes der Eschbacher Brandschützer. Das Konzept passt einfach und das Wetter passte auch, sodass sich das Feuerwehrgerätehaus in der Usinger Straße schon am frühen Abend mit vielen Besuchern aus Eschbach und den umliegenden Ortschaften füllte. Einige kamen ganz fesch im Dirndl oder Lederhosen und Sepplhut. 75 Feuerwehrangehörige versorgten die Gäste in drei Schichten mit Speis und Trank, und gegen 20.40 Uhr wurde die Wehr zusätzlich noch zu einem Einsatz in die Hessenklinik gerufen - ein technischer Defekt in der Lüftungsanlage war für den Alarm verantwortlich. 15 Einsatzkräfte fuhren also nach Usingen und konnten glücklicherweise eine gute halbe Stunde später wieder zum Fest zurückkehren.
Getanzt und gefeiert wurde in der Fahrzeughalle und auch im angrenzenden Zelt, für Stimmung bis tief in die Nacht sorgte die Band Nightbirds.
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10.09.2011 / Usinger Anzeiger
Wissenswertes im Haus der Geschichte
(cu) Ein vielfältiges Programm, das auch die Geschichte unserer Republik zum Inhalt hatte, erlebten die Eschbacher Feuerwehrleute bei ihrem Tagesausflug nach Bonn. Mit rund 50 Teilnehmern besuchten sie das "Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland". Im Anschluss machte die Gruppe einen kurzen Abstecher zum Fabrikverkauf bei einem Süßwaren-Hersteller im Bonner Stadtzentrum. Am Nachmittag fuhr man dann gemeinsam rheinaufwärts nach Vallendar und von dort ging es mit dem Schiff über das Deutsche Eck in Koblenz nach Lahnstein. Hier kehrten die Feuerwehrleute in das Brauhaus "Maximilians-Brauwiesen" ein.
70 Jahre Treue zur Eschbacher Wehr: Paul Störkel geehrt
(cu). Eine besonders seltene Ehrung innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr Eschbach stand nach der Jahreshauptversammlung am vergangenen Mittwoch noch aus.
Paul Störkel, der aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Sitzung teilnehmen konnte, ist seit 70 Jahren Mitglied. Am Sonntag durfte er sich über den Besuch von Carsten Vetter, Wehrführer und Vorsitzender der FFW Eschbach, sowie 2. Wehrführer Steffen Böhmer und 2. Vorsitzender Michael Böhmer freuen.
In Dank und Anerkennung für die sieben Jahrzehnte währende Treue überreichten sie die verdiente Ehrenurkunde und einen Geschenkkorb. Paul Störkel war im Jahr 1940 als 17-Jähriger in die Feuerwehr eingetreten und hatte in den Jahren 1956 bis 1960 das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters inne. Zur Einsatzabteilung zählten seinerzeit rund 80 Mitglieder
Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Eschbach - Eine gute Nachwuchsarbeit
(cu). „Wir wissen, was wir an Ihnen haben“ - so grüßte Erster Stadtrat Gerhard Liese die Freiwillige Feuerwehr Eschbach zu ihrer Jahreshauptversammlung. Wehrführer und Vorsitzender Carsten Vetter freute sich, 45 Mitglieder und einige Gäste begrüßen zu können.
Die Feuerwehr sorge nicht nur für eine Ersparnis in der Stadtkasse, sondern leiste, was noch wesentlicher sei, einen menschlichen Beitrag zum Gemeinwohl, fuhr Liese fort. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Carlos Weidner dankte ebenso wie Ortsvorsteher Uwe Böhmer für die geleistete Arbeit und das besondere Engagement in der Mitgliederwerbung. „Ich bewundere die Eschbacher Feuerwehr und ihre ehrenamtlichen Aktivitäten“, unterstrich Ehrenstadtbrandinspektor Heinz Dienstbach. Zumal das Ehrenamt durch Regularien bei der Ausbildung und eine aufgeblähte Bürokratie erschwert werde, formulierte er gleichzeitig seine Kritik in Richtung Kreis- und Landesfeuerwehrverband. Gerne hätte die Eschbacher Wehr einen Verbandsvertreter zu ihrer Versammlung begrüßt, wie Carsten Vetter äußerte.
534 Übungsstunden, 154 Stunden für Pflege, Fahrzeugwartung und Reinigung und 192 Einsatzstunden in 34 Einsätzen konnte der Wehrführer in seinem Jahresbericht bilanzieren. Darüber hinaus besuchten mehrere Mitglieder der Eschbacher Wehr sieben Lehrgänge und Seminare. Patrick Bonifer wurde vom stellvertretenden Stadtbrandinspektor zum Oberfeuerwehrmann befördert und Stefan Bender zum Feuerwehrmann.
Mit 36 Feuerwehrleuten in der Einsatzabteilung ist die Zahl der Aktiven stabil. Erfreulich auch, dass der Verein 13 fördernde Mitglieder hinzugewinnen konnte.
Neben geselligen Veranstaltungen wie dem Kameradschaftsabend, dem Ausflug der Alters- und Ehrenabteilung zur Landesgartenschau, dem Wandertag mit Abschluss auf dem Backhausfest in Michelbach und dem Oktoberfest hatte die Eschbacher Feuerwehr im März einen Infotag zur Gewinnung neuer aktiver Mitglieder veranstaltet. Vor allem kritisch sei die Tageseinsatzstärke: „Wenn es hart auf hart kommt, sind wir tagsüber neun Mann“, erläuterte Vetter. Leider habe man am Infotag keine weiteren Aktiven, aber immerhin vier fördernde Mitglieder gewinnen können. „Das heißt für uns nicht, das wir jetzt den Kopf in den Sand stecken, sondern wir werden gezielt Werbung betreiben und hoffentlich in Zukunft unsere Einsatzstärke halten können“, so der Wehrführer, der sich dabei auch eine bessere Unterstützung seitens der Stadt wünscht. Ein Zusammenlegen der Stadtteilfeuerwehren, wie es manche Politiker vorgeschlagen hatten, sei nicht zielführend. Darunter würde die Motivation der Kameraden leiden und Einsparungen bei den Feuerwehrfahrzeugen ergäben sich auch nicht, da diese weiterhin zur Erfüllung der Einsatzaufgaben und zum Personaltransport benötigt würden.
Die Jugendfeuerwehr zählt fünf Jungen und vier Mädchen, wie Jugendwart Daniel Böhmer berichtete.
Einer der Höhepunkte im abgelaufenen Jahr waren die Stadtwettkämpfe in Eschbach, bei denen die Gastgeber den dritten Platz belegten. Zu den Feuerwehr-Kids gehören zurzeit 19 Kinder, so Betreuerin Katja Bender. Neben theoretischer und praktischer Brandschutzerziehung basteln, experimentieren und spielen sie immer donnerstags gemeinsam. Auch ein Besuch der Bergwacht auf dem Großen Feldberg, die Minifeuerwehrolympiade und ein Ausflug zum Kellerhof bei Obernhain standen auf dem Programm. Daneben sind die Betreuerinnen in Arbeitskreisen der Minifeuerwehren des Hochtaunuskreises und der Stadt Frankfurt aktiv.
Kassenwartin Christiane Zimmermann verlas den Kassenbericht und die Kassenprüfer Katja Bender und Günter Russ bescheinigten die ordnungsgemäße Kassenführung. Nach der Entlastung wurde Wolfgang Hoppe zum neuen Kassenprüfer gewählt, Katja Bender scheidet turnusgemäß aus. Zum Ersatzkassenprüfer wurde Jürgen Geretschläger gewählt.
Einstimmig erging der Beschluss, den Vereinsbeitrag für die fördernden Mitglieder auf 16 Euro im Jahr zu erhöhen.
Im Anschluss zeichnete der Vorstand Steffen Böhmer, Mike Schmidt und Andreas Schmidt für ihre 15-jährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr aus. Der zweite Vorsitzende Michael Böhmer wurde für 25 Jahre geehrt und erhielt gleichzeitig aus den Händen von Gerhard Liese das silberne Ehrenzeichen am Band für 25 Jahre aktiven Dienst, das der hessische Innenminister verleiht.
Die Ehrenurkunde für 40 Jahre Mitgliedschaft konnte Reinhold Fritz noch nachträglich im Empfang nehmen. Seit 70 Jahren ist Paul Störkel bei der Feuerwehr. Blumen überreichte Carsten Vetter an Sabine Schoula, die acht Jahre lang zu den Betreuerinnen der Feuerwehrkids gehörte.
Oberbrandmeister Günter Ruß und Brandmeister Harald Bender ausgezeichnet
(cu). „Auszeichnungen machen mehr Spaß, wenn die Betroffenen davon vorher nichts wissen”, findet Ralf Henrici, der stellvertretende Kreisbrandinspektor im Hochtaunuskreis.
Und so erlebten Oberbrandmeister Günter Ruß und Brandmeister Harald Bender aus Eschbach, beide seit 1987 als Kreisausbilder im Bereich Sprechfunkausbildung tätig, am Sonntag eine Überraschung. Im Anschluss an einen Lehrgang, den sie im Eschbacher Feuerwehrgerätehaus leiteten, erschien zusätzlich zum stellvertretenden KBI noch weiterer Besuch. Unter anderem fanden sich Stadtbrandinspektor Gerhard Bruder und die Eschbacher Wehrführung ein, und es wurden Urkunden und Schmucketuis ausgepackt.
Henrici bat schließlich Bender und Ruß, die offensichtlich keine Ahnung hatten, was sie erwartete, nach vorne und sorgte für Aufmerksamkeit in der Runde. Er sei erfreut, zwei Kameraden auszeichnen zu dürfen, bekundete er und überreichte an Harald Bender die Ehrenmedaille des Nassauischen Feuerwehrverbandes in Silber für besondere Verdienste und an Günter Ruß die Ehrenmedaille in Gold für hervorragende Verdienste.
Allein in diesem Jahr hätten beide bereits eine Lehrgangszeit von etwa 70 Stunden aufgewendet, hinzu kommen die Vorbereitungszeit und einige administratorische Aufgaben, informierte Henrici.
„Die Überraschung war gelungen“, freuten sich die beiden geehrten Feuerwehrleute einhellig und luden anschließend zu einem kleinen Umtrunk ein.
Feuerwehr in Eschbach lädt bereits seit 18 Jahren zum süddeutschen Spektakel ein
(cju). Seit 18 Jahren ist das Oktoberfest der Eschbacher Feuerwehr fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Stadt, aber auch über die Grenzen Usingens hinaus Anziehungspunkt für viele. „Ich glaube, wir feiern hier das größte Oktoberfest im Usinger Land“, so 2. Feuerwehrvereinsvorsitzender Michael Böhmer.
Kerb werde in Eschbach schon lange nicht mehr gefeiert und so habe man das Oktoberfest aus der Taufe gehoben. Anfangs noch klein und bescheiden, im Laufe der Jahre attraktiver und größer werdend, rechnen die Wehrleute inzwischen mit mehr als fünfhundert Gästen. „Die sind natürlich nicht alle auf einmal da“, so Böhmer. Am frühen Abend kommen die älteren Eschbacher zu original Wiesn- bier, genießen Haxe, Weißwürste, Leberkäs, Brezeln und andere Beilagen, dazu vielleicht einen Obstler für die bessere Verdauung. Die Musik, man hatte wieder die Liveband Night Birds aus der Wetterau eingeladen, spielt schon ab 19 Uhr Stimmungsmusik, die zum Mittanzen und Mitsummen einlade. „Keine Blasmusik“, so Böhmer, „die Stimmungsmusik kommt beim Publikum besser an“. Gegen 22 Uhr dann komme das jüngere Publikum zum Feiern, und auch wenn es dann im Anbau und im Zelt oftmals hoch hergehe, verlaufe alles friedlich und auch mit den Nachbarn habe man keinen Ärger, wenn mal bis spät in die Nacht gefeiert werde.
Neben den großen und kleinen Eschbachern kommen natürlich auch Feuerwehrfreunde aus der Umgebung - aus Hundstadt und Niederweisel, aus Michelbach und Usingen, dazu der Sportverein und viele andere mehr. Sie alle haben das gut organisierte Fest im Laufe der Jahre schätzen gelernt und freuen sich auf einen entspannten Abend bei Musik, Speis und Trank und netten Gesprächen. „Einmal sind wir während des Zeltaufbaus zu einem Einsatz gerufen worden“, erinnert sich Michael Böhmer, „ansonsten konnten wir immer gut feiern“.
Die Freiwillige Feuerwehr Eschbach zählt knapp 250 Mitglieder, von denen 43 aktiv in der Einsatzabteilung sind. Man hat auch eine Jugendwehr mit 13 Mitgliedern und Feuerwehrkids mit 17 Mitgliedern. „Wir versuchen aber natürlich immer, mehr für den aktiven Dienst zu gewinnen“, so Michael Böhmer. Die Feuerwehrkids gingen eher spielerisch ans Thema heran, wobei auch hier Konkretes über die Feuerwehrarbeit vermittelt wird - sie sind im Alter von sechs bis zehn Jahren. Die Jugendwehr nimmt diejenigen auf, die zehn bis 17 Jahre alt sind - hier wird natürlich auch mal ein Ausflug gemacht oder es werden Spiele gespielt, aber die Ausbildung steht weit oben auf der Liste. Nach erfolgreich absolvierter Prüfung kann man dann in die Einsatzabteilung überwechseln.
Über 25 Mal im Jahr werde man seitens der Leitstelle Hochtaunus zu Bränden, Unfällen oder Hilfeleistungen gerufen. Ohne weitere freiwillige Helfer seien diese Einsätze nicht zu schaffen. Wer also nach dem Oktoberfest Freude an der Feuerwehr gefunden hat, kann sich auf der Homepage der Wehr unter www.feuerwehr-eschbach.de schlau über weitere Angebote machen.
Für 2500 Euro einen Turbolüfter angeschafft
(cju). Die öffentlichen Kassen sind leer und wer, wie die Freiwillige Feuerwehr Eschbach, zusätzliches Gerät benötigt, muss Eigeninitiative zeigen. Das bereitet den Floriansjüngern keine Probleme - mit den Erlösen aus den Oktoberfesten der beiden vergangenen Jahre, welches seit 18 Jahren alljährlich gefeiert wird, hat man nunmehr einen 42 Kilogramm schweren und knapp 2500 Euro teuren Turbinenlüfter angeschafft. Am Rande des Oktoberfestes wurde das gute Stück offiziell in den Dienst der Feuerwehr Eschbach gestellt - die Wehr schenkte es der Stadt und Steffen Wernard (parteilos) übergab es an Wehrführer Carsten Vetter. Vetter, der auch dem Feuerwehrverein vorsteht, freute sich mit seinem Stellvertreter Steffen Böhmer und dem 2. Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Michael Böhmer
Ein Turbinenlüfter kommt dann zum Einsatz, wenn eine schnelle Entrauchung und Belüftung von Zimmern oder Häusern im Brandfall nötig ist. „Der Qualm kommt weg“, so Carsten Vetter. Der Vorteil sei, dass der Turbinenlüfter nicht so punktgenau eingesetzt werden müsse wie andere Lüfter. Man müsse nicht mehr mit Atemschutz durch die Räume irren, sondern sehe einfach mehr, weil der Qualm weg sei. Der Turbinenlüfter erzeugt einen nadelförmigen Luftstrom, einen sogenannten Wirbel. Beim Einsatz wird die gedachte Spitze dieses Luftstroms auf die Mitte von Tür, Fenster oder Vergleichbarem gerichtet werden. So wird weitere Luft angezogen und drückt diese in den verqualmten Bereich. Diese zusätzlich angesaugte Frischluft bedeutet mehr Leistung als der Überdrucklüfter, den die Kameraden aus Usingen haben. So wird der verqualmte Raum möglichst schnell rauchfrei und die Angriffstruppe kann schneller zum Brandherd vorstoßen und ist geschützter. Auch die Suche nach einer vermissten Person kann so leichter erfolgen. Durch die Frischluft flammt zudem die Glut auf und kann gezielt gelöscht werden. Während eines Brandes müssen oft auch Menschen aus dem Gebäude (Krankenhaus, Altenheim, mehrstöckiges Wohnhaus) gerettet werden - mit dem Turbinenlüfter und seiner „Qualm-Weg-Methode“ ist auch dies leichter.
„Der Turbinenlüfter stellt eine erhebliche Erleichterung bei Bränden innerhalb von Gebäuden dar und vermindert bei richtiger Anwendung Rauchschäden, die manchmal größer sein können als die Schäden durch den eigentlichen Brand“, so die Information der Freiwilligen Feuerwehr. Bei Bränden größerer Art kann zur erfolgreichen Entrauchung auch ein Einsatz von mehreren Lüftern parallel erforderlich sein, weshalb mehrere Lüfter für die Wehren Usingens sinnvoll wären, so der Bürgermeister.
Das Bild findet Ihr unter Abteilungen / Alters
ESCHBACH (cu). Um den Brandschutz und Hilfeleistungen zu gewährleisten wird die Eschbacher Feuerwehr aktiv, und zwar "bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist", wie Wehrführer und Vorsitzender Carsten Vetter erläutert. Denn auch die Feuerwehr hat mit Problemen wie dem demografischen Wandel, dem Wegzug von jungen Menschen, der Arbeitszeitverschiebung und nachlassendem Interesse von Jugendlichen und Erwachsenen für das Ehrenamt zu kämpfen.
Gesucht werden Eschbacher Bürger, die sich in der Einsatzabteilung engagieren möchten. Daher lädt die Feuerwehr am Samstag, 20. März, zwischen 14 und 17 Uhr zu einem Informationsnachmittag ins Feuerwehrgerätehaus in der Usinger Straße 36b ein. Im persönlichen Gespräch mit den Einsatzkräften, sowie anhand von Infotafeln und weiterem Anschauungsmaterial kann man hier vieles über die Arbeit der Feuerwehr erfahren, Fragen stellen und natürlich auch direkt Mitglied werden. Die Eschbacher Feuerwehr hat neben Übungen und Lehrgängen, in denen man unter anderem mit technischen, rechtlichen und einsatztaktischen Zusammenhängen vertraut wird, auch ein attraktives Vereinsleben zu bieten. Kameradschaft und gegenseitige Unterstützung werden groß geschrieben, vielleicht gerade weil man sich auch bei den Einsätzen unbedingt aufeinander verlassen können muss, glaubt Vetter.
Dass die Feuerwehr kommt, wenn es brennt oder bei einem Verkehrsunfall Hilfe gefordert ist, erscheine allgemein selbstverständlich. "Das ist ja die Aufgabe der Feuerwehr und die Kommune hat dafür zu sorgen, dass es so ist", - so sehen es nach Erfahrung von Vetter und dem zweiten Vorsitzenden Michael Böhmer weite Teile der Bevölkerung. Ob dabei jedem bewusst ist, dass der Einsatz der Feuerwehrleute hier im ländlichen Bereich auf ehrenamtlicher Basis beruht, sei dahingestellt. Um eine effektive Hilfeleistung zu gewährleisten, sind die Feuerwehrleute auf ausreichend freiwillige Helfer angewiesen. Mit momentan 35 Aktiven in der Einsatzabteilung ist die Eschbacher Feuerwehr noch recht gut aufgestellt. Damit das auch in Zukunft so bleibt, ist der Vorstand bestrebt, jetzt neue aktive Mitglieder zu finden.
Schon seit Jahren wird landauf landab diskutiert, wie man eine ausreichende Tageseinsatzstärke der Freiwilligen Feuerwehren sicherstellen kann. "Jeder kann einen Teil dazu beitragen", so Vetter, man solle es sich nicht zu einfach machen und die Verantwortung auf die Kommune abwälzen. Auch für Eschbach gilt, dass nicht alle Einsatzkräfte in der Nähe arbeiten und verfügbar sind, wenn der Ernstfall eintritt. Zudem wird nicht jeder tagsüber von seinem Arbeitgeber freigestellt. Die Feuerwehr Eschbach wird jährlich etwa 25 bis 35 Mal zu Einsätzen gerufen. Die Dauer ist unterschiedlich. Mal sind es nur wenige Minuten, mal ein bis zwei Stunden, bei seltenen Großbränden auch länger. Neben dem Brandschutz helfen die Einsatzkräfte schnell und unbürokratisch bei Verkehrsunfällen, Ölspuren, Wind- und Wasserschäden - 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr.
Dieses Engagement erbringen die Freiwilligen unentgeltlich und sparen dadurch den Kommunen und somit der Allgemeinheit Jahr für Jahr beträchtliche finanzielle Mittel. "Wir sind Bürger wie du und ich, Frauen und Männer, die ihrem täglichen Beruf nachgehen, ihre Familien und Hobbys haben und sich darüber hinaus für ihre Mitmenschen einsetzen", konstatiert Vetter. Er selbst ist bei der Feuerwehr, weil er hier seine Stärken sinnvoll einsetzen und anderen in Notlagen qualifiziert helfen kann, sagt er.
Die Eschbacher Einsatzkräfte freuen sich auf möglichst viele Interessenten beim Infonachmittag. Auch bei den Übungen, die alle drei Wochen jeweils freitags ab 19.30 Uhr stattfinden (nächster Termin 26. März), sind interessierte Zuschauer willkommen.
Siehe auch unser Flyer unter "News / Mittelungen"
Der Vorstand:
Vorsitzender und Wehrführer : Carsten Vetter
2. Wehrführer: Steffen Böhmer
2. Vorsitzender : Michael Böhmer
Kassierer : Christiane Zimmermann
2. Kassierer : Thomas Bonifer
Schriftführer : Sebastian Wüstefeld
2. Schriftführer : Mike Schmidt
Gerätewart : Sascha Moses
Jugendwart : Daniel Böhmer
2. Jugendwart : Jannis Trier
Gruppenführer : Andreas Lang, Mike Schmidt
Alters- u. Ehrenabteilung : Gerhard Eber (neu)
Feuerwehr-Kids : Sabine Schoula
Webmaster : Jürgen Gotschy
Siehe Bilder in Fotos / Aktuelles 2009 !
Eschbach (cu). Es ist seit Jahren das größte alljährlich wiederkehrende Fest im Dorf und es spricht nahezu alle Altersgruppen an. Zum 17.Mal lud am vergangenen Samstag die Freiwillige Feuerwehr Eschbach zum Oktoberfest ein. Ab 18 Uhr begann sich das bayrisch dekorierte Feuerwehrgerätehaus mit dem angebauten Zelt zu füllen, ab 19 Uhr spielte die Musik und bald darauf standen schon die ersten Gäste auf den Bänken, klatschten, schunkelten und tanzten. Die ältere Generation ließ es etwas langsamer angehen, zeigte sich aber trotzdem bestens gelaunt. Manche Besucher hatten aus gegebenen Anlass die Krachledernen angezogen, einige trugen sogar T-Shirts mit blau-weißem Rautenmuster. Die herzhaften bayerischen Spezialitäten, die die Feuerwehr servierte, fanden reißenden Absatz. Selbst gegrillte Schweinshaxen, Leberkäs´, Weißürstchen und Brezeln wurden mit Genuss verzehrt und das original Münchner Wiesn-Bier, wahlweise im Maßkrug oder auch in bescheidenerer Menge ausgeschenkt, hielt die Kehlen feucht. Für die Stimmungsorgte nicht zum ersten Mal die dreiköpfige Band Night Birds aus Pohlgöns, die mit Hits aus nahezu jeder Musikrichtung, ob POP, Latin, Irish Folk, Alpenrock oder Schlager begeisterten und besonders die jungen Leute immer wiedervon den Sitzen riss. Unterden etwa 350 Gästen waren auch die Feuerwehren aus Usingen, Michelbach, Merzhausen, Hundstadt und Nieder-Weisel. Den Erlös aus dem Fest investiert die Eschbacher Feuerwehr wie jedes Jahr in die Jugendarbeit und auch in die technische Ausstattung. Das Oktoberfestsoll jedoch in erster Linie eine Attraktion fürs Dorf sein, wie 2. Vorsitzender Michael Böhmer berichtete. So sind die Preise klein und das Vergnügen groß. Für den reibungslosen Ablauf ist wichtig, dass auch immer genügend Freiwillige zur Verfügung stehen, die eigendlich jedes Mal problemlos gefunden werden, so Böhmer. Insgesamt drei Schichten mit je 25 Helfern sind im Dienstplan verzeichnet, hinzu kommen der auf- und Abbau. Natürlich freut sich die Feuerwehr über weitere Mitglieder, auch Kinder und Jugendliche sind herzlich willkommen, sei es bei den Feuerwehr-Kids oder in der Jugendfeuerwehr.
Bilder siehe Fotos / Aktuelles !
ESCHBACH (ua). Drei Jahre ist es nun her, dass die Freiwillige Feuerwehr Eschbach auf großer Fahrt gewesen ist. 2006 erlebten die Mitglieder eine unvergessliche Fahrt nach Dresden. In diesem Jahr sollte es nach Berlin gehen. Bereits Anfang 2008 begann der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Eschbach mit der Planung der Fahrt nach Berlin. Ziel des Vorstands war es, den Besuch Dresdens noch zu toppen. Am 2. Juli war es dann endlich so weit: Pünktlich um 6 Uhr brachen 78 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Eschbach in einem zweistöckigen Großraumbus in Richtung Berlin auf, um vier schöne und erlebnisreiche Tage zu verleben. Gegen Mittag in Berlin angekommen, starteten die Floriansjünger mit einer Schifffahrt auf der Spree ihr Ausflugsprogramm. Die zweistündige Fahrt führte die Teilnehmer durch das "alte" und "neue" Berlin mit den Schwerpunkten Schloss Charlottenburg, Schloss Bellevue, Siegessäule, Bundeskanzleramt, Schweizer Botschaft, Hauptbahnhof und vieles andere mehr. Gegen Ende der Fahrt durfte Carsten Vetter, Vereinsvorsitzender und Wehrführer, sogar das Steuer der "Kreuz As" übernehmen. Gekonnt schipperte er durch die schmalen Brückendurchfahrten.
Um 19.30 Uhr stand das gemeinsame Abendessen im "Brauhaus Lindenbräu" im Sony Center auf dem Plan, das mit seiner markanten Architektur und dem spektakulären Dach eine gelungene Kulisse zum Ausklang des ersten Tages lieferte. Am nächsten Tag folgte eine etwa dreistündige Stadtrundfahrt mit dem Bus. Hier erhielten die Reisenden eine Fülle von Informationen zur Historie der Stadt, dem Leben in Berlin, von Gebäuden und Brücken und dessen Erbauer. Ein kurzer Stopp am Brandenburger Tor und dem Holocaust-Mahnmal stand auch auf dem Programm. Danach stand der Nachmittag zur freien Verfügung, was die meisten zur eigenen Erkundung der Stadt nutzten. Gegen Abend besichtigten alle den Reichstag inklusive Plenarsaal, Dachterrasse und Kuppel.
Am nächsten Tag wartete Potsdam auf die Besucher. Nach einem kleinen Rundgang durch die Fußgängerzone der Altstadt startete die Stadt- und Schlösserrundfahrt mit dem Doppeldeckerbus "Alter Fritz". Anekdoten und Geschichten, charmant und witzig von dem Stadtführer vorgetragen, entführten auf eine Zeitreise. "Wir fühlten das Gestern und sahen das Heute und erlebten eine Stadt, die sehr viel zu bieten hat", so ein Mitreisender. So konnten die Eschbacher das Babelsberger Schloss, Schloss Sanssouci, das holländische Viertel, eine maurische Moschee oder russische Blockhäuser bewundern.
Am nächsten Tag hieß es dann wieder Abschied nehmen von Berlin, aber nicht, ohne einen Zwischenstopp in Leipzig zu machen. Nach einem Mittagessen in Auerbachs Keller und einer Altstadtbesichtigung ging es dann um 14 Uhr mit dem Bus nach Hause.
Bilder zum Bericht siehe Fotos / Aktuelles
MICHELBACH (cu). Die Jugendfeuerwehr Kransberg ging am Wochenende in Michelbach siegreich aus den Stadtwettkämpfen der Usinger Jugendfeuerwehren hervor und verdient damit höchste Anerkennung. Aber auch die Jugendfeuerwehren aus den Stadtteilen Wernborn, Usingen, Eschbach, Wilhelmsdorf und Merzhausen haben sich sehr gut geschlagen. Die Gastgeber aus Michelbach sorgten indessen für die Bewirtung. "Keine Mannschaft lag am Ende mehr als 15 Punkte hinter den Siegern, die 1109 Punkte erreicht hatten, zurück", freute sich Stadtjugendwart Jens Knöpp über die respektablen Leistungen des Nachwuchses. In fünf verschiedenen Disziplinen hatten sich die jeweils sechsköpfigen Teams am Michelbacher Bolzplatz gemessen. Und gleich die erste Übung hatte es in sich. Zu zeigen war ein Löschangriff nach Feuerwehrdienstvorschrift V3. "Hierbei sind alle feuerwehrtechnischen Fertigkeiten gefragt", erläutert Jens Knöpp. "Theorie und Praxis müssen sitzen, es braucht Disziplin und die Zusammenarbeit im Team muss funktionieren". Die einzelnen Positionen innerhalb der Mannschaften wie Gruppenführer, Truppführer, Truppmann und Maschinist wurden dabei ausgelost. Bei der Übung galt es, Saugleitungen für die Wasserversorgung aneinanderzukuppeln und mit Leinen zu sichern, Schlauchleitungen zu verlegen, Verteiler zu setzen und so manches mehr. Zu den weiteren Aufgaben zählte eine Schnelligkeitsübung, bei der es darauf ankam, fünf C-Druckschläuche schnellstmöglich zu verlegen sowie eine Übung zur Ersten Hilfe und zu den Knoten und Stichen, die bei Einsätzen angewendet werden. Schließlich mussten die Jugendlichen an einer Fotowand allerlei technische Geräte wie etwa eine hydraulische Winde oder einen Druckminderer erkennen und benennen sowie allgemeine Fragen zur Feuerwehr beantworten, die nicht immer ganz leicht waren. Nachdem Kransberg vor Wernborn und Usingen I (die Kernstadt war mit zwei Teams angetreten) in all diesen Disziplinen die meisten Punkte sammeln und somit den größten Pokal in Empfang nehmen konnte, stand abschließend noch ein extra Wettkampf auf dem Programm: Das Tauziehen. Auch hier ließen die Kransberger die Konkurrenz hinter sich. Lob - und zwar für alle - gab es auch von Bürgermeister Matthias Drexelius. Er dankte den Jugendlichen für ihr Engagement und ermunterte sie, der Feuerwehr treu zu bleiben. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Jugendfeuerwehren das Nachwuchspotenzial für die Einsatzabteilungen darstellen. "Die Leistungen, die ich heute hier gesehen habe, waren ganz hervorragend", betonte auch der stellvertretende Stadtbrandinspektor Carlos Weidner. Einziger Wermutstropfen: Er hätte den Jugendlichen mehr Zuschauer, insbesondere aus den Reihen der Eltern, gewünscht.
ESCHBACH (rho). Bei einem schweren Unfall wurden gestern auf der Landesstraße 3270 zwischen Usingen und Eschbach vier Personen zum Teil schwer verletzt. Gegen 10.30 Uhr war ein 19-Jähriger aus Grävenwiesbach mit seinem älteren Ford-Escort aus Richtung Eschbach wohl etwas zu schnell unterwegs. Auf der Kuppe rund 500 Meter hinter dem Ortsausgang geriet er auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal mit einem entgegenkommenden VW-Golf zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Golf rund 15 Meter weit auf die Wiese geschleudert.
Hinter dem VW Golf fuhr ein VW-Passat, der ebenfalls von dem Ford Escort gerammt wurde. Der 19-jährige Unfallverursacher wurde im Wrack seines Escort eingeklemmt. Um 10.30 Uhr gab es Alarm für die Feuerwehren Usingen und Eschbach, den Usinger Notarzt, drei Rettungswagen vom MHD und von der DRK-Wache Bad Homburg sowie Rettungsdienstleiter Thomas Kapell aus Oberursel.
Die beiden Wehren waren mit vier Fahrzeugen und 14 Mann im Einsatz. Mit Rettungsschere, Spreizer und Rettungszylinder des Usinger Voraus-Rüstwagens gelang es in rund 45 Minuten schwieriger Rettungsarbeit den Eingeklemmten, der während dieser Rettungsaktion vom Notarzt und Rettungsassistenten versorgt wurde, aus dem Wrack zu befreien. Mit sehr schweren Verletzungen wurde er in die Hochtaunusklinik nach Bad Homburg gebracht.
Der 78-jährige Fahrer des VW-Golf aus Usingen und seine 68-jährige Beifahrerin erlitten mittelschwere Verletzungen. Der 50-jährige Fahrer des Passat aus Hofheim kam mit leichten Verletzungen davon.
Mitarbeiter der Straßenmeisterei Usingen streuten die Betriebsstoffe ab und entfernten die Trümmer von der Fahrbahn. Den Gesamtschaden schätzten Beamte der Polizeistation Usingen auf 16 000 Euro. Die L 3270 blieb zwischen Usingen und Eschbach rund zwei Stunden voll gesperrt.
ESCHBACH (cu).Ein grünes Klassenzimmer ist nicht etwa ein grün gestrichener Raum, sondern ein Lernort in der Natur. Lions-Präsident Dr. Rüdiger Teuner, die Club-Mitglieder Reinhard Meissner und Dr. Gerrit Matthesen sowie Gärtnermeister Thomas Schorn machten sich am Samstagnachmittag auf in den Eschbacher Wald, um selbigen einzurichten. Tatkräftige Unterstützung bekamen sie von zwölf Eschbacher Feuerwehrkids und der örtlichen Jugendfeuerwehr mit ihren Betreuern.
Einige dicke Stämme lagen vor Ort schon bereit, sie waren bereits im Vorfeld gemeinsam mit dem Umweltamt der Stadt und Revierförster Karl-Matthias Groß ausgesucht worden. Zunächst rückte Jürgen Müller aus Merzhausen mit seinem Radlader die Stämme dorthin, wo sie gebraucht wurden. "Das ist für uns eine enorme Erleichterung", dankten ihm die Lions-Mitglieder. Während die Kinder und Jugendlichen dann mit Feuereifer den Wald aufräumten, indem sie unzählige herumliegende Äste aus dem "Klassenzimmer" entfernten, griff Thomas Schorn zur Motorsäge, um aus den Stämmen die Bänke herauszuarbeiten. Nach einer guten Stunde waren die ersten beiden fertig und wurden aufgestellt. Und natürlich nahmen die Kinder direkt Platz. Nach dem erfolgreichen Probesitzen ging´s dann weiter zum Waldrand, wo Gerrit Matthesen den Grill in Betrieb genommen hatte und leckere Bratwürstchen grillte. Während diese mit Genuss verspeist wurden, sägte Schorn bereits an den nächsten Bänken und Hockern. Zum Schluss schuf er auch noch einen Lehrerstuhl, wie die Kinder begeistert feststellten. Etwa 45 Sitzplätze hat das Klassenzimmer nun, mehr als jede Schulklasse, so dass man sich hier bequem setzen, spielen, lernen und diskutieren kann.
Nach der mittlerweile blühenden Apfelwiese nahe dem Waldzeltplatz und dem Insektenhotel, das seiner Einweihung entgegensieht, ist das grüne Klassenzimmer nun die dritte Station des Naturlehrpfads, den der Lions-Club Usingen-Saalburg initiiert hat. Das Projekt, begonnen anlässlich des 25-jährigen Clubjubiläums im vergangenen Jahr, steht unter der Leitidee "Jugend und Natur". Weitere Stationen sollen bis zum kommenden Jahr noch folgen. Dabei gehe es nicht ausschließlich ums Lernen über Natur, sondern auch darum, wie man in der Natur, mit Naturmaterialien, künstlerisch aktiv werden kann. Ist der Lehrpfad erst fertig, wird er auch in die Veröffentlichungen des Naturparks Hochtaunus aufgenommen. "Wir möchten den Pfad für alle Kinder- und Jugendgruppen öffnen", unterstrich Initiator Reinhard Meissner.
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Gerhard Rhode HOCHTAUNUS.Der am Samstagmorgen einsetzende Regen gefror auf Straßen und Gehwegen im Hochtaunuskreis sofort und führte zu dem gefürchteten Blitzeis. Auf den Straßen waren die Streudienste rechtzeitig unterwegs und sorgten so für ein wenig Entlastung. Es gab zwar im Kreisgebiet einige Verkehrsunfälle, die aber glücklicherweise glimpflich verliefen und nur Blechschäden zur Folge hatten. Leidtragende waren am Samstagvormittag die Fußgänger, die auf spiegelglatten Gehwegen reihenweise mit zum Teil schweren Folgen stürzten, weil viele Hausbesitzer oder von ihnen beauftragte private Streudienste ihrer Streupflicht (in der Regel ab 7 Uhr) nicht oder zu spät nachkamen. In vielen Fällen wurde zu spät mit dem Streuen begonnen. Am Samstagvormittag konnte man deutlich sehen, dass bei einem zum Glück selten vorkommenden Blitzeis der starke Einsatz von Streusalz gut gegen die Glätte hilft.
Die zentrale Leitstelle im Bad Homburger Landratsamt hatte besonders am Samstagvormittag wegen des Blitzeises extrem viel zu tun. Die diensthabenden Leitstellen-Disponenten Gerhard Bruder (auch Usingens Stadtbrandinspektor) und Jürgen Eß meisterten die Mehrbelastung in den Blitzeis-Stunden hervorragend, wie auch der Leitende Notarzt Dr. Kai Rüttger bestätigte.
Zwischen etwa 9 und 12 Uhr am Samstagvormittag waren insgesamt 20 Rettungswagen von DRK, MHD und Bergwacht im Einsatz. Diese mussten am Samstag bis gegen 18.30 Uhr zu 28 Einsätzen wegen bei der Eisglätte auf Gehwegen gestürzter Fußgänger ausrücken, oft war auch einer der beiden Notärzte dabei. Die leicht bis schwer verletzten Fußgänger wurden zur ambulanten oder stationären Behandlung in die Hochtaunusklinik nach Bad Homburg oder die Hessenklinik nach Usingen gebracht. Insgesamt verzeichnete die Leitstelle am Samstag bis etwa 18.30 Uhr 85 Rettungsdienst- und Notarzteinsätze. Hier einige Verletzungen, die sich die gestürzten Fußgänger zuzogen: Kopfplatzwunden, Frakturen von Jochbein, Schulter, Hand, Unterschenkel, Fußgelenkverletzung sowie Schädel-Hirn-Trauma ersten Grades.
Einen besonderen Blitzeis-Einsatz gab es am Samstag zwischen 9.13 Uhr und 10 Uhr für die Freiwillige Feuerwehr Usingen-Eschbach. In Eschbach in der ansteigenden Michelbacher Straße hatte sich im Wohnpark in Höhe Haus-Nr. 38 ein Rettungswagen mit einem auf Eis gestürzten Fußgänger als Patient an Bord auf Eis festgefahren und kam weder vor noch zurück. Die Wehr Eschbach war unter Leitung von Wehrführer Carsten Vetter mit drei Fahrzeugen sowie 13 Männern und Frauen im Einsatz. Die Feuerwehrleute streuten die Straße auf 80 Metern Länge massiv mit Salz und Split ab und schoben den Rettungswagen so weit, bis er aus eigener Kraft mit dem Patienten die Fahrt in die Usinger Klinik antreten konnte.
In der Obergasse in Bad Homburg war die Fahrbahn wohl rechtzeitig vom Winterdienst des Bauhofs abgestreut worden. Schlechte Karten hatten dagegen wie überall die Fußgänger. Die Gehwege glichen noch nach 9 Uhr fast überall einer Eisbahn. Viele Fußgänger wichen auf die gut begehbare Fahrbahn aus und achteten dabei natürlich auf die Autos. Wer es trotzdem auf den Gehwegen versuchte, setzte ganz langsam einen Fuß vor den anderen, balancierte mit den Armen oder entfremdete Nordic Walking-Stöcke als Eis-Gehhilfen. Besonders schlimm war es auch an Hofeinfahrten.
ESCHBACH (cu). "Ihre Leistungsfähigkeit hat die Eschbacher Feuerwehr in diesem Jahr ganz besonders unter Beweis gestellt", betonte Bürgermeister Matthias Drexelius im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Vereins im örtlichen Feuerwehrgerätehaus. Die Einsätze an den verschiedenen Standorten bei dem plötzlichen Unwetter mit Starkregen im Juli seien sehr geordnet verlaufen, lobte der Bürgermeister. Ferner richtete er das Augenmerk auf die Tageseinsatzstärke und die Nachwuchsarbeit, die in Eschbach vorbildlich sei. Auch Stadtbrandinspektor Gerhard Bruder verwies auf die Zuverlässigkeit der Eschbacher Wehr und warf einen Blick in die Zukunft. Gerade bei der Ausbildung würden die einzelnen Stadtteilfeuerwehren künftig näher zusammenrücken. Ehrenstadtbrandinspektor Heinz Dienstbach zeigte sich beeindruckt von der gut besuchten Sitzung und sprach sich für eine Stärkung des Stellenwerts der Feuerwehr in der Gesellschaft aus.
599 Übungsstunden und 203 Einsatzstunden in 34 Einsätzen haben die 33 aktiven Eschbacher Feuerwehrkameraden im Jahr 2008 geleistet, wie der Wehrführer und Vorsitzende Carsten Vetter berichtete. Hinzu kommen 163 Stunden für Pflege, Fahrzeugwartung und Reinigung der Gerätschaften. In gemeinsamen Übungen mit den Aktiven aus Michelbach und anderen Stadtteilen wurde außerdem das kameradschaftliche Verhältnis gestärkt. Auch die Ausbildung kam nicht zu kurz: Sieben Einsatzkräfte nahmen an fünf verschiedenen Lehrgängen und Schulungen teil. Daneben wurden im Feuerwehrgerätehaus zwei Sprechfunkberechtigungslehrgänge abgehalten. Im Anschluss beförderte Stadtbrandinspektor Gerhard Bruder Daniel Böhmer und Mike Schmidt zu Löschmeistern, Sebastian Wüstefeld zum Oberfeuerwehrmann und Jannis Trier zum Feuerwehrmann.
Die Eschbacher Jugendfeuerwehr zählt aktuell elf Mitglieder, wie der scheidende Jugendwart Sascha Moses berichtete. Sie absolvierten 90 Unterrichtsstunden, nahmen an den Stadtwettkämpfen sowie an verschiedenen Übungen teil. Auch eine Werbeaktion wurde durchgeführt, die der Feuerwehr 24 neue Mitglieder brachte.
Bei den Feuerwehr-Kids sind zurzeit 17 Kinder, informierte Betreuerin Sabine Schoula. Neben 35 Unterrichtseinheiten stand unter anderem ein Besuch der Atemschutzstrecke in Usingen, ein Ausflug zur neuen Feuerwache in Bad Homburg und die Teilnahme bei der Miniolympiade auf dem Programm.
In einer Ergänzungswahl wurde Christiane Zimmermann einstimmig zur neuen Kassiererin gewählt, Sascha Moses zum Gerätewart, Daniel Böhmer zum neuen Jugendwart und Jannis Trier zu seinem Stellvertreter. Auch zwei Ehrungen standen auf der Tagesordnung: Ralf Fritz wurde für 25-jährige treue Mitgliedschaft in der Feuerwehr ausgezeichnet, und Karlheinz Mackel für 15 Jahre.
Einstimmig beschloss der Verein im Anschluss die vorliegende Neufassung der Satzung, die bereits vom Amtsgericht geprüft worden war. Im Hinblick auf die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt waren Änderungen erforderlich geworden, außerdem wurden unter anderem Geschäftsführung und Vertretung neu geregelt und die Feuerwehr-Kids mit in die Satzung aufgenommen.
Die abschließende Diskussion drehte sich um die digitale Funktechnik, die, wie Bürgermeister Drexelius und Funkbeauftragter Jürgen Gotschy erläuterten, hinsichtlich der Kosten, der Aus- und Umrüstung und der Erreichbarkeit zahlreiche ungelöste Probleme berge. Kommen werde der Digitalfunk allen technischen und logistischen Schwierigkeiten zum Trotz nach dem Willen der Bundesregierung in jedem Fall, war man sich sicher.
Der Vorstand
Vorsitzender/Wehrführer: Carsten Vetter
2. Vorsitzender: Michael Böhmer
Kassierer: Christiane Zimmermann (neu)
2. Kassierer: Thomas Bonifer neu
Schriftführer: Sebastian Wüstefeld
2. Schriftführer: Mike Schmidt
Alters- u. Ehrenabteilung: Viktor Schoula
Feuerwehr-Kids: Sabine Schoula
2. Wehrführer: Steffen Böhmer
Gerätewart: Sascha Moses (neu)
Jugendwart: Daniel Böhmer (neu)
2. Jugendwart: Jannis Trier (neu)
Gruppenführer: Andreas Lang, Mike Schmidt, Jürgen Gotschy
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ESCHBACH (kh).Zum mittlerweile traditionellen Ortspokalschießen trafen sich am Samstag die Eschbacher Vereine auf der Schießanlage der Schützen im Bürgerhaus. Geplant war die Veranstaltung bereits im Sommer. Wegen der Renovierung des Bürgerhauses und der damit verbundenen Arbeiten in den Räumen des Schützenvereins musste das Turnier verschoben werden. Die kurzfristige Durchführung des Wettbewerbes und die vorweihnachtliche Terminflut verhinderte die Teilnahme einiger Vereine. Trotz allem hatten sich dreizehn Mannschaften angemeldet und sorgten für spannende Momente auf den neuen elektronischen Ständen der Eschbacher Schützen.
Dass die Schießkünste jetzt live in den Gastraum auf eine Großleinwand übertragen werden, kam bei den Ortsvereinen besonders gut an. Spontan wurde für gute Leistungen applaudiert oder es ging ein Raunen bei einem der seltenen Fehlschüsse durch den Raum.
Insgesamt mussten aufgelegt zwanzig Wertungsschüsse möglichst im Zentrum der Scheibe untergebracht werden. Fünf Probeschüsse durften zum Einschießen abgegeben werden.
In der Jugendklasse war nur eine Mannschaft am Start. Lorenz Schmidt von der Freiwilligen Feuerwehr zeichnete sich dabei mit 140 Ringen als Bester aus. Sehr zielsicher zeigten sich die Damen der Feuerwehr. Sabine Schoula, Alexandra Böhmer und Denise Vetter waren am Samstag nicht zu schlagen. Mit 462 Ringen standen sie am Ende auf Platz eins und erhielten dafür einen Pokal von Wolfgang Fechter bei der Siegerehrung. Die dritte Mannschaft der Altherrenfußballer demonstrierte bei den Männern die größte Treffsicherheit. Uwe Kandler, Achim Schaller und Hans-Dieter Dittrich brachten es auf 492 von 600 möglichen Ringen und konnten auf der anschließenden Weihnachtsfeier die Korken knallen lassen. Immerhin fünf Schützen schafften es über 170 Ringe zu erzielen. Als Tagessieger ist Wolfgang Schoula (Vogelschutzgruppe) mit 177 Ringen hervorgegangen. Nur einen Ring weniger (176) hatte Ulrike Lindenmann (TuS) aufzuweisen. Für Bodo Vetter (Klippenteam, 174), Günter Russ (Feuerwehr, 173) und Uwe Kandler (Alte Herren, 172) liegen beim Schützenverein ebenfalls, aufgrund ihrer guten Resultate, Eintrittserklärungen bereit.
Jugend: 1. Freiwillige Feuerwehr, 407 Ringe (Lukas Drexelius, Stefan Bender, Lorenz Schmidt).
Damen: 1. Feuerwehr I, 462 (Alexandra Böhmer, Sabine Schoula, Denise Vetter); 2. TUS, 458 (Ulrike Lindemann, Elke Michel, Ellen Hofmann); 3. Feuerwehr II, 451 (Michaela Schmidt, Christiane Gotschy, Jennifer Schoula). Herren: 1. Alte Herren III, 492 (Achim Schaller, Hans-Dieter Dittrich, Uwe Kandler); 2. Vogelschutzgruppe, 478 (Wolfgang Schoula, Gerhard Henrici, Klaus Eberhardt); 3. Feuerwehr, 477 (Harald Bender, Günter Russ, Carsten Vetter); 4. TTC, 467 (Carina Funke, Karl-Heinz Ballstädt, Christian Höser); 5. Alte Herren I, 455 (Wolfgang Lindenmann, Werner Ningel, Günter Hofmann).
ESCHBACH (cu). "Ihr seid hier echt stark", befand am Montagabend die Usinger DRK-Ortsvereinsvorsitzende Birgit Hahn angesichts der großen Zahl der Blutspender in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Eschbach. Das DRK hatte im Sommer einen Preis für diejenige Gruppierung ausgelobt, die es schafft, die meisten Mitglieder zum Blutspenden zu motivieren. Hintergrund war, dass die ohnehin leicht rückläufige Zahl an Blutspendern gerade in den Sommermonaten, wenn Urlaubszeit ist, kritisch werde, wie Bereitschaftsleiter Jens Streit deutlich machte. Die Eschbacher Feuerwehr war im Juli mit 29 Spendern zum Aderlass angetreten.
Die Belohnung sollte ursprünglich darin bestehen, dass die gespendete Menge an Blut verdoppelt und in Form von Getränken an den Verein zurückgegeben wird, erläuterte Birgit Hahn. Wohl sei es auch bei der Feuerwehr wichtig, die Kehle zu befeuchten, aber die Eschbacher hätten noch eine viel bessere Idee gehabt: Da in Kürze, zum Ausklang des Jahres, für die aktiven Feuerwehrleute ein Besuch in der Taunusterme ansteht, überreichte sie einen Gutschein dieses Hauses und freute sich, damit einen Kostenbeitrag zur "Regeneration der Kräfte" leisten zu können. "Wir haben es gerne gemacht", betonte der 2. Wehrführer Steffen Böhmer im Namen seiner Mitstreiter, die auch weiterhin die Bereitschaft zum Blutspenden signalisierten. Abschließend verständigte man sich auf eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen der Eschbacher Feuerwehr und dem Usinger DRK-Ortsverein, um wechselseitig mehr Einblick in die Arbeit des jeweils anderen zu gewinnen. Gerade bei Verkehrsunfällen sei ein reibungsloses Zusammenspiel aller Rettungskräfte von höchster Bedeutung, unterstrichen die Beteiligten unisono.
Gegen 8 Uhr gestern morgen wurden die Mitarbeiter eines metallverarbeitenden Betriebs in der Strasse Am Arnsbacher Pfad in Usingen beim Öffnen der Firmenhalle auf einen Brand aufmerksam. Vermutlich infolge Überhitzung entzündete sich eine Großbohrmaschine und beschädigte weitere Werkzeuge sowie ein Brauchwassertank. Personen wurden nicht verletzt; der Sachschaden wird vorläufig auf 500 000 Euro geschätzt. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Usingen, Eschbach und Merzhausen.
ESCHBACH (cu). Wie man sich verhalten soll, wenn es raucht und brennt, wie die Feuerwehr hilft und welche Aufgaben sie sonst noch hat, das ist zurzeit Gegenstand der Vorschularbeit im Kindergarten Tabaluga. Jetzt waren die Kinder auch bei der Eschbacher Freiwilligen Feuerwehr zu Gast. Im Feuerwehrgerätehaus wurden sie von Denise Vetter, Katja Bender, Hiltrud Ruß und der Feuerwehrpuppe Mathilde empfangen. Gemeinsam mit den Betreuerinnen der Feuerwehr-Kids vertieften sie anschaulich, was sie bereits im Kindergarten zum Thema Brandschutz gelernt hatten und erfuhren auch noch elementare neue Dinge. Denise Vetter erklärte unter anderem, wozu ein Rauchmelder gut ist, wie wichtig er vor allem in der Nacht ist, und wie das mit dem Feueralarm funktioniert. Einige wenige Kinder waren dabei, die noch nie einen Rauchmelder gesehen hatten.
Auch die Handhabung der Notrufnummer und das Verhalten im Notfall wurden geübt. Der Rauchmelder hängt an der Decke, weil Rauch, wenn er sich entwickelt, nach oben steigt. Wie man einen verrauchten Raum verlässt, wurde gemeinsam geübt: Alle Kinder krabbelten nach draußen, weil in Bodennähe ja am wenigsten Rauch ist.
Damit die Kinder sich im Ernstfall nicht zusätzlich ängstigen, lernten sie auch verschiedene Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr kennen. Dazu gehörte auch die Brandschutzhaube. Und natürlich gehörte auch ein Gang in die Umkleidekabine mit zum Programm. Hier hing die Einsatzkleidung bereit, wer sich traute, durfte anprobieren. Allerdings war alles etwas groß.
Zum Abschluss bekam jedes Kind ein Feuerwehr-Malbuch geschenkt, und zur Krönung des interessanten Vormittags wurden die Vorschulkinder im Feuerwehrauto zurück an den Kindergarten chauffiert. Am kommenden Montagabend werden sie noch eine Feuerwehrübung live erleben. Dann kommt die Jugendfeuerwehr an den Kindergarten und zeigt den Kindern, wie sie arbeitet.
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ESCHBACH (br). Wenn für einige die Gelegenheit fehlt, auf der Münchner Theresienwiese das Oktoberfest zu besuchen,dann gab es für die eine Art Wies´n-Ersatz mitten in Eschbach. Vor dem Feuerwehrgerätehaus hatte die örtliche Wehr zu ihrem 16. Oktoberfest in Folge eingeladen. Und während in München für die Maß Bier über acht Euro berappt werden müssen, war sie in Eschbach für fünf Euro zu haben. Drei Tage lang hatte man das Gerätehaus fein herausgeputzt und in ein weiß-blaues Flair gehüllt. Die Deko ist Eigentum der Wehr, so Wehrführer und Vorsitzender Carsten Vetter, und wird von Zeit zu Zeit erweitert.
Eine feste Größe im Veranstaltungskalender ist das Eschbacher Oktoberfest ebenfalls, das nämlich immer am letzten Wochenende im September steigt. Den Service übernehmen selbstverständliche die Blauröcke selber. Zu Beginn um 17 Uhr ist die Alters- und Ehrenabteilung, die 21 Mitglieder zählt, an der Reihe, bevor dann die Einsatzabteilung, die 34 Florianjünger stark ist, den Dienst am Zapfhahn übernimmt. Im Ausschank war echt bayerisches Wies´nbier der Marke Paulaner.
Heimische Metzger, so Vetter, liefern das, was die Festküche zu bieten hat. Schweinshaxe, Weißwürste, Fleischkäse und all das mit und ohne Sauerkraut, sowie Laugenbrezeln. Wer da hungrig nach Haus ging, der war selber schuld.
Der Erlös des Feuerwehr-Oktoberfestes kommt der Jugendabteilung zugute, die 13 Nachwuchs-Brandschützer und 21 Feuerwehr-Kids in ihren Reihen hat.
Immer wieder beliebt ist das Eschbacher Fest auch bei Angehörigen benachbarter Wehren. So bei den Blauröcken aus Usingen, Hundstadt und Niederweisel, die in Mannschaftsstärke im Gerätehaus mit seinem Zeltanbau angerückt waren, um zünftig mitzufeiern. Für den musikalischen Rahmen sorgte dabei die Band Night Birds. Überschüssige Kräfte konnte man nicht nur beim Tanzen loswerden, sondern auch am Nagelklotz. Im Gerätehaus herrschte den ganzen Abend ein Kommen und Gehen, so dass rund 450 Besucher das Feuerwehr-Oktoberfest aufgesucht haben und erst gegen zwei Uhr die letzten den Nachhauseweg antraten.
USINGEN (br). Der Titelverteidiger ist wiederum der Sieger bei den Frauenmannschaften, die sich beim sonntäglichen Tauziehen im Festzelt den anderen starken Mädel- Mannschaften stellten. Die Rede ist von den Feuerwehrfrauen aus dem Usinger Stadtteil Eschbach, die ihre Geschlechtsgenossinnen im Festzelt sozusagen unter die Tische zogen. Damit gewannen die starken Feuerwehrfrauen zwei Kisten Sekt. Auf die Plätze verwiesen sie ihre Vereinskolleginnen von der Freiwilligen Feuerwehr Usingen, die sich immerhin noch an einer Kiste Sekt erfreuen konnten, sowie die Damen des Schäferhundevereins Usatal, die sich für ihren dritten Platz mit drei Flaschen Sekt zufriedengeben mussten. Leer ausgingen, weil auf Platz vier von insgesamt vier Mannschaften, die Judo-Damen.
Unter den Klängen des Usinger Kerbemarsches, gespielt von der Schützenkapelle Finsternthal-Hunoldstal, zogen die "Gladiatoren" pünktlich am Sonntagnachmittag um 15 Uhr in die Bierarena auf der Usinger Laurentiuskerb ein. Moderiert von Heinz Dienstbach und unter den scharfen Augen eines Schiedsrichtergespannes vom Usinger Karnevalverein (UCV) wurden zunächst fünf Herren-Mannschaften an das Seil gerufen. Die bärenstarken Männer legten sich mächtig ins Zeug und als Sieger ging die Firmenmannschaft von Autoglas Oliveri hervor, das zwei Teams gemeldet hatte und die durch Losentscheid gegeneinander antreten mussten.
Der zweite Platz bei den Tauzieh-Muskelpaketen ging an den Judo-Club-Hochtaunus Usingen, der sich damit über 20 Liter Bier freuen konnte. Zehn Liter Gerstensaft mehr, also 30 Liter, gab es für die siegreichen Männer, die ganz oben auf dem Siegertreppchen standen. Immerhin noch zehn Liter Bier gab es für den Drittplatzierten: Dritter des Männer-Tauziehwettbewerberes wurde der Verein für Deutsche Schäferhunde Ortsgruppe Usa-Tal. Mit von der Partie war beim traditionellen Kerbe-Tauziehen, das für ein volles Kerbezelt sorgte, noch eine Mannschaft der Kaltblutzüchter.
ESCHBACH (cu). Einsatz in jeder Beziehung, das war am Wochenende von den Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehren Eschbach und Michelbach gefordert. Beim "Tag der Berufsfeuerwehr" hatten sie nicht nur 24 Stunden Bereitschaft, sondern auch drei Übungseinsätze und verschiedene Reinigungs- und Aufräumarbeiten im Gerätehaus zu leisten. Am Samstagnachmittag um 15 Uhr ging es los. Die Eschbacher Jugendlichen trafen sich im Feuerwehrgerätehaus. Nach einer kurzen Einweisung kam auch schon der erste Alarm. Gemeldet wurden ein Scheunenbrand und eine vermisste Person in der Straße "Am Steinkopf". Mit Blaulicht und Martinshorn steuerten die Jugendlichen und ihre Betreuer den Brandort an. Die Michelbacher Jugendfeuerwehr mit Jugendwart Sebastian Jänisch kam hinzu. Den Einsatz leitete der stellvertretende Eschbacher Jugendwart Daniel Böhmer.
Vor Ort machte sich ein Trupp in der (mittels einer Nebelmaschine) verrauchten Scheune auf die Suche nach der vermissten Person - einer lebensgroßen Puppe - und die übrigen Kinder und Jugendlichen bauten die Wasserversorgung auf. Nachdem die "Person" gerettet war, hieß es dann "Wasser marsch". Es wurde von zwei Seiten gelöscht, um zu verhindern, dass das fiktive Feuer auf benachbarte Gebäude übergriff.
Nachdem die letzten imaginären Glutnester beseitigt und alles aufgeräumt war, ging es zurück ans Gerätehaus, wo der zurückliegende Einsatz noch einmal besprochen wurde. Vier Jungen aus Eschbach sind ganz neu in der Jugendfeuerwehr und hatten Übungen in dieser Form - mit Blaulicht, Martinshorn und Sirene - noch nie mitgemacht. Entsprechend groß war die Aufregung gewesen, die anfangs für etwas Unsicherheit gesorgt hatte.
Am weiteren Nachmittag stand neben dem Putzen der Spinde auch ein Film auf dem Programm. Erst nach Einbruch der Dunkelheit gab es wieder Alarm. Ein Brand - diesmal ein echter, die Helfer hatten Heuballen entzündet - an der Essigbrücke im Feld zwischen Eschbach und Usingen. Jugendwart Sascha Moses aus Eschbach leitete diesen Einsatz, der nicht ganz einfach war, aber hervorragend gemeistert wurde.
Der Feuerwehrnachwuchs staute hier den Bach auf, um mittels einer Tauchpumpe das Wasser zum Löschen des Feuers entnehmen zu können. Wichtig dabei war auch das richtige Ausleuchten des Einsatzorts. "Alles hat super funktioniert", freute sich Moses.
Nachdem alle gemeinsam die Nacht im Gerätehaus verbracht hatten, erwartete sie am nächsten Morgen ein Einsatz in Michelbach. Hier, am Bolzplatz, musste eine "Person", die unter einem Traktor-Anhänger eingeklemmt war, mit Hebekissen gerettet werden. Ferner galt es, ausgelaufene Flüssigkeiten einzudämmen. Auch dies meisterten die Jugendlichen gut.
"Alle haben super mitgezogen", lobt Sascha Moses und zieht ein positives Fazit. Für die Jugendfeuerwehr, die sonst meist nur Trockenübungen durchführt und selten die Chance hat, den Ernstfall wirklichkeitsnäher zu trainieren, waren diese Einsätze schon etwas Besonderes. Davon abgesehen konnten die Beteiligten über eine längere Zeitdauer den Betrieb der Feuerwehr kennenlernen. Aber freilich ging es auch um die Stärkung des Zusammenhalts untereinander.
Gemurrt habe niemand, auch nicht beim Putzen oder beim Reinigen der Fahrzeuge und der Fahrzeughalle. Die einzigen Beschwerden seien, wie Moses berichtet, von Anwohnern gekommen, die sich durch die Feuerwehrübungen gestört fühlten, und das gebe doch sehr zu denken.
HOCHTAUNUS (rho). Im Hochtaunuskreis gibt es bei zwölf Freiwilligen Feuerwehren auch Minifeuerwehren, in denen Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis neun Jahren spielend an den Brandschutz und die Feuerwehrarbeit allgemein herangeführt werden. Im Alter von zehn Jahren werden die Kinder dann in die Jugendfeuerwehren übernommen und mit 17 Jahren können die Jungen und Mädchen in die Einsatzabteilungen übertreten und somit den Nachwuchs für die Aktiven in den jeweiligen Freiwilligen Feuerwehren sichern.
Im Hochtaunuskreis wird die Arbeit der Minifeuerwehren unter anderem von Christiane Himmelhuber von der Wehr Oberursel-Mitte koordiniert. Ziel ist es, eine möglichst große Zahl von Kindern in den Minifeuerwehren bei der Stange zu halten und dann nach der Jugendfeuerwehr-Zeit als Aktive zu übernehmen. Qualifizierte Betreuer aus den jeweiligen Freiwilligen Feuerwehren, überwiegend Frauen, bilden die Kinder spielend aus.
Am Samstag fand die dritte Minifeuerwehr-Olympiade zusammen mit dem Stadtkreisfeuerwehrverband Frankfurt auf dem ehemaligen Flugplatz in Frankfurt-Bonames statt.
Aus dem Hochtaunuskreis nahmen acht Minifeuerwehren teil (Oberstedten, Oberursel-Mitte, Gonzenheim, Usingen-Eschbach, Usingen-Wilhelmsdorf, Bommersheim, Schmitten und Oberreifenberg) mit 88 Kindern und 33 Betreuern sowie aus Frankfurt sieben Minifeuerwehren mit 69 Kindern.
Bei 13 lustigen Spielen konnten die insgesamt 157 Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis neun Jahren ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Und zum Schluss bei der Siegerehrung am Samstagnachmittag waren alle 157 Kinder Sieger und erhielten eine Medaille. Die Medaillen finanzierte der Kreisfeuerwehrverband Hochtaunus, dessen Vorsitzender Norbert Fischer es toll fand, dass die Minifeuerwehren aus dem Hochtaunuskreis und Frankfurt jetzt schon zum dritten Mal eine Minifeuerwehr-Olympiade zusammen veranstalten. Norbert Fischer lobte die Arbeit der Minifeuerwehren im Hochtaunuskreis unter Koordination von unter anderem Christiane Himmelhuber und die Arbeit der Jugendfeuerwehren unter Leitung des sehr aktiven Kreisjugendfeuerwehrwarts Guido Schlottmann. Weitere Gäste bei der Minifeuerwehr-Olympiade am Samstag in Bonames waren unter anderem Kreisbrandinspektor Carsten Lauer, der Oberurseler Stadtbrandinspektor Holger Himmelhuber, der Oberurseler Feuerwehrdezernent Stadtrat Josef Gab und der Frankfurter Stadtminifeuerwehrwart Mario Martinec.
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ESCHBACH (cu). Am Dienstagvormittag hatten die Kinder im Kindergarten Tabaluga noch das Verhalten im Brandfall geübt und sich über die Feuerwehr unterhalten. Gegen Mittag kam der große Regen und mit ihm die große Verwüstung. Um 14 Uhr war die Feuerwehr da. Zu diesem Zeitpunkt stand das Wasser im Keller anderthalb Meter hoch. Bis zum Einbruch des Regens hatten die Kinder noch draußen gespielt. Nachdem alle sicher im Trockenen waren, warf Kindergartenleiterin Christel Berschet einen Blick in den Keller. Hier hatte Matthias Buhl, ein Monteur, gerade eine neue Heizungspumpe eingebaut. "Das Wasser stieg zuerst langsam, und dann immer schneller", berichtet Berschet, die sogleich die Feuerwehr alarmierte. Buhl hatte gerade noch auf den Notausschalter gedrückt. Zeit, Teile des Inventars zu retten, blieb nicht. "Es war, als hätte der Himmel eine Schleuse geöffnet und alles auf einmal ausgeschüttet", empfand die Kindergartenleiterin. In heftigen Kaskaden sei das Wasser die Außentreppen hinab in den Vorgarten des Kindergartens geströmt. Hier stand es wie ein See, der durch die Lichtschächte in den Keller drückte.
Nachdem die Feuerwehr die Abflüsse frei gemacht und das Wasser im Außenbereich abgepumpt hatte, versuchte sie in den Keller zu gelangen. Die Türen gingen nicht mehr auf. Durch ein Fenster drang schließlich ein Feuerwehrmann ein, bis zum Hals stand er im Keller im Wasser. Möbelstücke, Spielsachen, Ordner, Dekorations- und Bastelmaterial schwammen umher. Sogar die Türen hatte es aus den Angeln gehoben. Aus den Lichtschaltern und Telefondosen quoll das Wasser.
Bis 17.20 Uhr war die Feuerwehr vor Ort und pumpte den Keller aus, wie Christel Berschet berichtet. Es bot sich ein Bild der Verwüstung. Schnell war klar, dass so gut wie nichts mehr von den Dingen zu gebrauchen war, die im Keller gelagert waren.
Gestern nahm Jörg Singer vom Usinger Bauamt gemeinsam mit dem Bausacherständigen Florian Pabel die Schäden auf, prüfte den Sanierungsbedarf und legte Sofortmaßnahmen fest. Es gebe keine andere Wahl, der Keller müsse so schnell wie möglich trocken gelegt werden, so der Bauexperte. Wenn das Mauerwerk nicht abtrockne, könne sich schon nach wenigen Tagen Schimmel bilden. Zum Glück sei nur Oberflächenwasser eingedrungen und kein Abwasser aus dem Kanal, hielt er fest. Schnell war auch klar, dass der Brenner und die Steuerung der Heizung defekt sind, ebenso die Waschmaschine und der Trockner. Auch die Reinigung und ebenso das Trocknen der Räume, was eine Spezialfirma erledigt, werde einige Tausend Euro kosten, so Pabel. Eine Entsorgungsfirma, die das aufgequollene, wertlos gewordene Inventar entsorgt, wurde am Nachmittag erwartet.
Weniger tragisch als zunächst befürchtet sind die Schäden im Eschbacher Bürgerhaus. In das im Vergleich zum Kindergarten höher gelegene Gebäude war relativ wenig Wasser eingedrungen.
Schlimm getroffen hat es jedoch diejenigen Eschbacher, in deren Keller- oder Souterrainwohnungen das Wasser hineingedrückt hat. In Häusern in der Plankstraße, in den Schlinkergärten, der Usinger Straße und anderswo drang das Wasser durch die Abflüsse von Duschen, Badewannen und Toiletten in die Wohnungen, teilweise bis zu 40 Zentimeter hoch. Teppiche, Holzböden und Möbel sind aufgequollen, viele der Wohnungen sind unbewohnbar geworden.
Wie Kreisbrandinspektor Carsten Lauer gestern in einer Bilanz sagte, wurden die Feuerwehren nach der "örtlichen Starkregenlage" vom Dienstag vor allem in Eschbach und den angrenzenden Orten zu 40 Einsätzen gerufen. 50 Feuerwehrleute mit elf Fahrzeugen waren teilweise bis 21 unterwegs. "60 Liter Regen in 20 Minuten - das kann kein Kanal aufnehmen", sagte der Feuerwehrchef zur Ursache der Überschwemmungen.
USINGER LAND (bu/rho). Ein schweres Gewitter im Raum Usingen-Eschbach-Maibach hat gestern gegen 13 Uhr für Überschwemmungen und überflutete Keller gesorgt. Nach Blitzschlägen fiel bis zu anderthalb Stunden der Strom aus. Ein Brand in einem Trafohäuschen in der Usinger Raiffeisenstraße legte die Stromversorgung von weiten Teilen der Kernstadt längere Zeit lahm. Feuerwehr, Polizei und der Stromver-sorger Süwag hatten bei Redaktionsschluss noch keinen genauen Überblick über das Ausmaß der Schäden.
Gegen 13 Uhr in Eschbach: Einem kurzen Hagelschauer, der tischtennisballgroße Hagelkugeln herabprasseln lässt, folgen sintflutartigen Regenfälle. Die Wassermassen schießen durch den Ort, auch die Usinger Straße hinab. Bis zum Ortseingang ist die Fahrbahn mit Ästen, Laub, Stein, Geröll und Schlamm überzogen. Unmittelbar nach dem schweren Regen ist die Straßenmeisterei mit Räumfahrzeugen im Einsatz, um die Straße zu säubern. Die Anwohner kehren vor ihren Haustüren und auf den Gehwegen. Nach und nach gibt es Alarm für alle Usinger Stadtteilfeuerwehren, außer der Wehr von Wilhelmsdorf. Unter anderem stößt die Wehr aus Hausen, die bereits im Einsatz war, zu den Einsatzkräften in Eschbach dazu. Verstärkung kommt schließlich noch aus Grävenwiesbach und Hundstadt.
30 Einsatzstellen
Im Ort gab es über 30 Einsatzstellen, bei denen Keller und tiefer liegende Räume ausgepumpt werden mussten. 50 Feuerwehrfahrzeuge mit über 50 Feuerwehrleuten waren mit Tauchpumpen und Industriesaugern im Einsatz. Die Feuerwache der Kernstadt registrierte alleine bis 17 Uhr 16 Einsätze.
Dazu gehörte auch ein Brandeinsatz in der Raiffeisenstraße. Dort brannte vermutlich nach einem Blitzeinschlag in die 20-kv-Leitung ein Trafo der Süwag. Der Brand wurde gelöscht. In Folge dieses Schadens kam es nach mehreren kurzen Unterbrechungen in der Zeit davor laut Süwag von 15.40 Uhr bis 16.40 zu einem längeren Stromausfall, der Büros, Geschäfte und Privathaushalte in Usingen, seinen westlichen Stadtteilen, Hundstadt und Wilhelmsdorf lahmlegte.
Die Einsatzleitzentrale in Eschbach hatte sich im Feuerwehrgerätehaus mit Kreisbrandinspektor Carsten Lauer an der Spitze etabliert. Florian Müller (Usingen Mitte) organisierte den Telefon- und Funkverkehr. Haupteinsatzstellen waren der Kindergarten Tabaluga in der Schulstraße, in der Usinger Straße die Gaststätte Deutsches Haus und das Bürgerhaus in der Schulstraße. Hier stand komplett der Keller unter Wasser. In der Gaststätte wurden große Mengen an Lebensmitteln vom Wasser unbrauchbar. Hier dürfte der größte Schaden entstanden sein. Auf dem Vorplatz vor dem Kindergarten war ein großer Abfluss verstopft und so staute sich das Wasser auf der Fläche vor dem Kindergarten. Feuerwehrleute versuchten, den Schacht freizubekommen, was ihnen aber nicht gelang.
In Wernborn mussten bis zum frühen Abend zwei Keller und in Michelbach ein Keller geleert werden.
Blitz in die Freileitung
Laut Jutta Hartke von der Süwag setzte ein Blitzeinschlag in die Freileitung östlich von Usingen die komplette Versorgung zwischen 13 Uhr und 14.30 Uhr außer Kraft. Betroffen waren Teile von Usingen, Wernborn, Eschbach, Kransberg, Maibach und Bodenrod. Der Süwag gelang ist nicht, die Versorgung von der Leitstelle in Frankfurt-Höchst aus umzustellen; Mitarbeiter mussten erst raus und vor Ort manuell umschalten.
Am Dienstag gegen 14:35 Uhr befuhr in Usingen - Eschbach eine 40-jährige Frau mit ihrem Daimler die Usingen Straße aus Richtung Wernborner Starße kommend in Richtung Usingen. Hinter ihr fuhr eine 18-jährige mit ihrem Opel. Vor dem Haus Nr. 60 parkte ordnungsgemäß am Straßenrand ein Nissan. Als die Frau mit ihrem Daimler an dem Nissan vorbeifahren wollte, musste sie verkehrsbedingt anhalten, berichtet die Polizei. Die Opel - Fahrerin bemerkte dies zu spät und fuhr auf, wobei der Daimler durch die Wucht auf den stehenden Nissan geschoben wurde. Dei Unfallverursacherin wurde bei dem Unfall leicht verletzt, an den drei beteiligten Pkw entstand nach Polizeiangaben ein Sachschaden von rund 9000 Euro.
USINGEN (br). Trotz Ferien und Urlaubszeit wurde der Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am vergangenen Samstag in der Saalburgschule in Usingen gut angenommen. 151 Spendenwillige kamen zum Aderlass und lieferten 135 Konserven ab. 16 Personen mussten aus gesundheitlichen Gründen als Spender abgelehnt werden. Unter den Blutspendern waren auch zahlreiche Mehrfachspender: Bernd Friedrich aus Eschbach spendete zum 50. Mal, Maria Schnürer und Norbert Speiser, beide aus Usingen, zum 25 Mal und für ihre zehnte Blutspende wurden Claudia Schneider aus Schmitten und Heide Maria Hübschen aus Usingen geehrt. Alle Mehrfachspender wurden mit Urkunden, Ehrennadeln und kleinen Geschenken bedacht.
DRK-Breitschaftsleiter Oliver Schlag freute sich darüber, dass zahlreiche Vereinsvertreter zum Spenden gekommen waren. Allen voran die Feuerwehr aus Eschbach mit 29 Spendern,gefolgt von den Usinger Blauröcken mit 15 Spendern und der UTSG mit elf Spendenwilligen. Den Vereinen wurden dafür Getränke ihrer Wahl, in der doppelten Menge des gespendeten roten Lebenssaftes versprochen. Mit gutem Beispiel ging auch die Usinger DRK-Vorsitzende Birgit Hahn voran, die ebenfalls am Samstag Blut spendete.
ESCHBACH (ua). Am Donnerstag besuchten 14 Kinder der Feuerwehr-Kids Eschbach mit ihren fünf Betreuerinnen die neue Feuerwache in Bad Homburg. Herr Desor von der Feuerwehr Bad Homburg führte durch das ganze Haus und beantwortete geduldig die Fragen der neugierigen Kinder. Am interessantesten fanden diese die Atemschutzstrecke, die natürlich ausprobiert wurde, sowie die große Fahrzeughalle mit den vielen Feuerwehrautos. Bevor es wieder nach Hause ging, gab es leckere Muffins, Kekse und Getränke. Die Leckereien wurden von Marie Schmidt, Siobhan Barclay, Hanna Bender und Patrick Götz gespendet - jene jungen Feuerwehrleute, die die Feuerwehr-Kids verlassen, da sie mittlerweile zehn Jahre alt geworden sind. Sie wurden an diesem Tag offiziell mit einer Urkunde sowie einer Feuerwehrtasche mit ihren jeweiligen Arbeitsordnern verabschiedet.
Treffen jeden Donnerstag Wer Interesse hat, einmal bei den Feuerwehr-Kids Eschbach vorbeizuschauen, kann dies nach den Sommerferien tun. Treffpunkt ist immer donnerstags von 15 bis 15.45 Uhr im Gerätehaus. Kinder aus Eschbach im Alter zwischen sechs und neun Jahren sind jederzeit herzlich willkommen.
Bilder zum Besuch in Fotos / Kids
USINGEN (cju). Alle Jahre wieder treffen sich die Jugendwehren der Stadt zum großen Wettstreit. Die Nachwuchsfloriansjünger von Usingen, Merzhausen, Wilhelmsdorf, Michelbach, Kransberg, Wernborn und Eschbach ermitteln den Stadtmeister. Am Sonntag war es wieder so weit: Auf dem Hartplatz am Usinger Hallenbad traten die Teams, jeweils sechs Mann stark, gegeneinander an. "Wir haben fünf Disziplinen", erläuterte Stadtjugendfeuerwehrwart Jens Knöpp. Ein Löschangriff ist zu bewältigen, die Kenntnisse bei Fahrzeug- und Gerätekunde werden überprüft, es gibt Fragen zur feuerwehrtechnischen Ausbildung und es sind Knoten zu legen. Außerdem müssen die Kinder Schnelligkeitsübungen absolvieren und Erste Hilfe leisten. Außer Konkurrenz, aber meist mit einer riesigen Gaudi verbunden, ist das Tauziehen.
Der Platz am Schwimmbad war nicht die erste Wahl der Feuerwehr, aber man freundete sich mit den Gegebenheiten an, machte aus der Not eine Tugend. "Wir richten diesen Tag reihum in den Stadtteilen aus", so Knöpp, "bis auf Wilhelmsdorf gibt es immer einen Platz, wo wir den Wettstreit ausrichten können". Einige Eltern kamen als Zaungäste, um das Spektakel zu beobachten. "Es könnten aber ruhig mehr Zuschauer kommen", befand Jens Knöpp. Die einzelnen Übungen gingen ohne größere Probleme bei allen Teilnehmerwehren über die Bühne, so dass das Endergebnis entsprechend knapp war. Mit 1103 Punkten setzte sich die Jugendwehr Usingen gegen Michelbach mit 1100 Punkten durch. Dicht gefolgt von Wernborn, die 1098 Zähler auf sich vereinten. Eschbachs Jugendwehr erzielte 1091 Punkte. Die Kransberger hatten mit 1069 Punkten gerade mal einen hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt vor Wilhelmsdorf und drei mehr als Merzhausen mit 1066 Punkten.
Die Jugendwehren der Stadt sind noch immer deutlich von Jungs geprägt, "aber durch die Minifeuerwehren bekommen wir langsam, aber sicher auch mehr Mädchen in die Feuerwehren hinein", freut sich der Jugendfeuerwehrwart.
WERNBORN (rho). Zwei Mal innerhalb von 16 Stunden erforderte am Freitagabend und am Samstagnachmittag ein riesengroßer brennender Misthaufen etwa drei Kilometer außerhalb von Wernborn einen Großeinsatz der Feuerwehr.
In der Gemarkung "Kammer" abseits der Kreisstraße 724 zwischen Wernborn und Maibach stand am Freitagabend ein Misthaufen von 30 Metern Länge, 20 Metern Breite und zwei Metern Höhe, an einem Hang gelegen und am oberen Ende nur wenige Meter vom Wald entfernt, in Flammen. Um 20.20 Uhr löste die zentrale Leitstelle im Bad Homburger Landratsamt Alarm aus für die Freiwilligen Feuerwehren Usingen, Wernborn, Eschbach und Kransberg. Unter Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Gerhard Bruder und später des stellvertretenden Wernborner Wehrführers Andreas Feuerbach rückten zehn Fahrzeuge mit 40 Mann zur Brandstelle aus.
Ein Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes Usingen stand an der Brandstalle in Bereitschaft. Mit dem Großtanklöschfahrzeug und dem Tanklöschfahrzeug der Usinger Wehr wurde ein Pendelverkehr zur Löschwasserversorgung zu einem etwa drei Kilometer entfernten Hydranten in der Friedberger Straße in Wernborn eingerichtet. Zu Beginn der Löscharbeiten hatten mehrere Feuerwehrleute schweren Atemschutz angelegt. Mit einem Traktor wurde der Misthaufen auseinandergezogen, um des Feuer schneller ablöschen zu können. Im Einsatz waren drei C-Rohre und ein B-Rohr, mit dem bei den Nachlöscharbeiten ein Schaumteppich über den auseinandergezogenen Misthaufen gelegt wurde. Mit einem Halogenscheinwerfer auf einem Stativ wurde die Brandstelle bei der schnell hereinbrechenden Dunkelheit ausgeleuchtet. Die Brandschützer leisteten Schwerarbeit und bekämpften den Brand von oberhalb und unterhalb des Hanges.
Durch ihr schnelles Eingreifen verhinderten sie einen folgenschweren Waldbrand. Die Brandursache steht noch nicht fest, Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen. Die vier Wehren waren am Freitagabend bis gegen 23 Uhr im Einsatz.
Am Samstagmittag mussten sie gegen 12.30 Uhr wieder zur alten Brandstelle ausrücken, diesmal unter Leitung von Stadtbrandinspektor Michael Haub. Der Brand war wieder aufgeflammt. Erneut wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen zur Löschwasserversorgung von der Brandstelle zu einem rund drei Kilometer entfernten Hydranten in Wernborn eingerichtet. Der Einsatz dauerte bis etwa 15 Uhr.
ESCHBACH (pw). Etwas Brisanz, und damit ein wenig Feuerwehr-Politik, kam erst ganz am Ende der langen, fast dreistündigen, ansonsten harmonischen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Usingen-Eschbach sowie des Vereins Freiwillige Feuerwehr Eschbach, auf. Der neue Bedarfs- und Entwicklungsplan rief doch einige Feuerwehrmänner auf den Plan, um konkret nachzufragen, wie es um das "Extra-Fahrzeug LS 10/6" für die Feuerwehr Merzhausen nun stehe. Man empfinde diese Entscheidung, so wie es zumindest in der Presse gestanden habe, definitiv als "Schlag ins Gesicht", so Andreas Lang dazu.
Er und auch andere Mitglieder ließen nicht locker, wollten wissen, was es nun damit auf sich habe und richteten direkt die Fragen an die anwesenden Gäste der Versammlung, Bürgermeister Matthias Drexelius sowie den Stadtbrandinspektor Michael Haub. Ein ansonsten gut gelaunter Bürgermeister Drexelius blockte sofort mit klarer, ernster Stimme ab. Er wolle "nichts dazu sagen" und verwies deutlich darauf, dass man an "richtiger Stelle" zum Thema fragen solle, hieße also auf der Wehrführerausschusssitzung. Auch Haub wertete die Nachfrage als "Gerüchteküche", es gäbe "noch gar nichts, worüber zurzeit gesprochen werden kann, weil noch nichts begonnen wurde". Es sei noch kein "Startschuss" gefallen.
Zuvor gab es von Wehrführer Carsten Vetter in seinem Jahresbericht detaillierte Ausführungen zur Wehrstärke: exakt 200 Mitglieder (ohne Feuerwehrkids und Jugendfeuerwehr). 633 Übungsstunden leisteten die Aktiven im Jahr 2007. Und was natürlich am wichtigsten ist: Genau 25 Einsätze wurden gefahren, darunter allerdings auch vier böswillige Alarme. Auch die Jugendarbeit wird in Eschbach unter der Leitung von Jugendwart Sascha Moses, der zehn Jugendliche betreut, groß geschrieben. Ebenso hatten die eifrigen Feuerwehrkids, 21 Kinder, laut Jahresbericht von Katja Bender viel Freude am regen engagierten Vereinsleben. Wiedergewählt wurden von der Versammlung Vereinschef und Wehrführer Carsten Vetter sowie seine Feuerwehr-Mannen mit Feuerwehr-Dame Sabine Schoula (Feuerwehrkids), Michael Böhmer (stellvertretender Vereinsvorsitzender), Steffen Böhmer (stellvertretender Wehrführer), Viktor Schoula (Alters- und Ehrenabteilung), Stefan Oberreuter (Kassierer), Mike Schmidt (2. Gruppenführer und Schriftführer), Thomas Bonifer (2. Kassierer), Andreas Lang, (1. Gerätewart), Daniel Böhmer (stellvertretender Jugendwart), Sascha Moses (Jugendwart), Sebastian Wüstefeld (Schriftführer sowie Mann für die Pressearbeit) und Jürgen Gotschy, 3. Gruppenführer.
ESCHBACH (pw). Günter Ruß wurde die zweithöchste Auszeichnung, die es in Deutschland für einen Feuerwehrmann gibt, verliehen. Es handele sich um eine "sehr seltene Auszeichnung", informierte Norbert Fischer, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands. Er war zur Verleihung in die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Usingen-Eschbach sowie des Vereins Feuerwehr Eschbach gekommen.
Das deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber wurde dem langjährigen Feuerwehrmann feierlich und unter großem Beifall verliehen: Seit April 1967 ist Kamerad Ruß Mitglied der Feuerwehr Eschbach. In seiner 40-jährigen Dienstzeit hat er sich in vielen Ämter engagiert, heißt es in der offiziellen Begründung für diese außergewöhnliche Auszeichnung. Ruß bekleidete in seinen Anfängen die Ämter des Jugendwarts und Gruppenführers. Ab 1980 war er 17 Jahre lang Wehrführer und Erster Vorsitzender. 1998 übernahm der engagierte Feuerwehrmann das Amt des zweiten Vorsitzenden, von 2003 bis 2007 war er Schriftführer der Freiwilligen Feuerwehr.
Aber nicht genug, neben seinen Ämtern koordinierte der Oberbrandmeister außerdem den Bau des Gerätehauses, welches über drei Jahre mit 70-prozentiger Eigenleistung erbaut wurde. Zahlreiche Arbeitsstunden leistete Ruß und war stets beispielgebend für seine Kameradinnen und Kameraden. Weiter baute der Vollblut-Feuerwehrmann Ruß in seiner Funktion als Kreisausbilder Funk die Funkbildungsstätte Usingen seit 1985 auf, die er bis heute als Leiter führt. Seit 2003 ist der 54-jährige Mann der Wehr zuständig für das Ausbildungswesen Funk im Hochtaunuskreis als Fachbereichsleiter. "Das ist eine tolle Überraschung für mich", freute sich Ruß nach der Verleihung, und bedankte sich "besonders herzlich" beim Vorsitzenden des Vereins, Carsten Vetter.
Laut Polizeiangaben wurde am Mitwoch der Brandort in der ehemaligen Gärtnerei Zwermann in Wernborn von Brandursachenermittlern der Polizei, des Landeskriminalamtes und Sachverständigen untersucht. Eine eindeutige Erklärung der Brandursache gibt es nicht. Sowohl ein technischer Defekt an der Verkabelung als auch Brandstiftung sind laut Polizei nicht auszuschließen. Es wurden Materialproben entnommen
WERNBORN (sch). "Die Gärtnerei meines Vaters Karl wurde mit seinem Ausscheiden 2005 an die Zwermann GmbH veräußert. Diese GmbH hat heute sechs Eigentümer mit der Hortulus GmbH & Co KG als Komplementär. Ich habe in der Firma noch ein Jahr lang als Geschäftsführer weiter gearbeitet und bin Ende März 2006 ausgeschieden." So erläuterte Ulrich Zwermann gestern gegenüber dem Usinger Anzeiger die Eigentumsverhältnisse der ehemaligen Gärtnerei Zwermann am Ortsrand von Wernborn, die in der Nacht zum Dienstag von einem Großfeuer zerstört worden ist. Eine Zwangsversteigerung oder auch nur einen Zwangsversteigerungstermin habe es nie gegeben, widersprach Ulrich Zwermann, dessen direkt neben der Gärtnerei stehendes Wohnhaus von der Feuerwehr durch einen Sperrriegel aus Wasser gerettet wurde, der Meldung im Usinger Anzeiger. Über die Planungen der neuen Gärtne-rei-Eigentümer kann Zwermann nichts sagen. Eine in ferner Zukunft liegende Umwandlung des Gelände für Wohnbebauung sei durchaus früher schon einmal angedacht gewesen, "aber das war reine Spekulation, dafür wäre ja die vorherige Ausweisung als Bauland notwendig, die ich aber mittelfristig nicht kommen sehe." Das hätte ihm auch der am Brandort anwesende Bürgermeister Matthias Drexelius bestätigt. "Ich kann es nicht fassen, wie viel Glück ich hatte", erinnerte sich Zwermann mit Schaudern an "die schlimmsten 20 Minuten meines Lebens." Er war nämlich kurz nach Mitternacht in das Frischezentrum nach Kalbach gefahren, also nicht vor Ort, als ihn kurz nach fünf Uhr der Telefonanruf seines Kollegen Andreas Schmidt aus Eschbach erreichte. In ständigem Handykontakt gab ihm Zwermann dann detaillierte Anweisungen, wie seine Tiere zu retten sind- es handelte sich um über 100 Lamas, Alpakas, Ziegen, Schweine, Schafe, Esel und Gänse. Sie konnten über einen Koppel-Gang von Schmidt mit Hilfe der Feuerwehr aus dem Gefahrenbereich getrieben werden. Als Zwermann auf Wernborn zufuhr. sah er den riesigen Flammenschein und wegen des Rauches nichts mehr von seinem Wohnhaus: "Da dachte ich, dass alles verloren ist! Mein Haus steht zwar sehr nah am Brandort, aber der Wind stand für mich mit seiner Westrichtung günstig, die Flammen und der Funkenflug wehten in die andere Richtung. Das war großes Glück im Unglück - dadurch war aber die Schreinerei Brendel sehr gefährdet," so Zwermann, der sich sehr lobend über die professionelle, schnelle Arbeit der Feuerwehren äußerte, die aus allen sieben Usinger Ortsteilen mit 80 Mann und 16 Fahrzeugen an den Brandort geeilt waren. "Die Brandursache ist noch nicht bekannt, nur so viel, dass sich die Flammen vom hinteren Teil der großen Gärtnereihalle nach vorne durchgefressen haben. Im Moment sind vier Mitarbeiter der Kriminalpolizei mit der Ursachenforschung beschäftigt."
Großbrand in der Wernborner Gärtnerei Zwermann - Keine Menschen verletzt - Sachschaden rund 1,5 Millionen Euro
WERNBORN (sch). Gestern gegen fünf Uhr morgens ist das große Gewächshaus der Gärtnerei Zwermann in Wernborn komplett abgebrannt. Bei dem Großfeuer, bei dem Menschen glücklicherweise nicht zu Schaden kamen, waren die Feuerwehren aller sieben Usinger Ortsteile mit 80 Mann und 16 Fahrzeugen im Einsatz. Rauchende Trümmer, skurril verbogene Stahlträger, das Gelände übersät mit verkohlten Holzbalken und zersprungenen Hartfaserplatten - kein schöner Anblick, der sich dem Betrachter bot. Ermittlungen zufolge brach das Feuer in einem von mehreren Gewächshäusern, die insgesamt eine Fläche von fast 9000 Quadratmetern umfassen, aus. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 1,5 Millionen Euro. "Das war ein sogenannter Vollbrand. Bei unserem Eintreffen kurz nach fünf Uhr brannte die Halle bereits in ihrer vollen Ausdehnung, der Feuerschein war kilometerweit zu sehen" so der Wernborner Wehrführer und Einsatzleiter Frank Diebel, der fünf Minuten nach der Alarmierung mit den Wehren Wernborn und Eschbach als Erster am Brandort gewesen war. Bei einem derart großen Feuer auf einer Fläche von 145 mal 50 Metern (über 7000 Quadratmeter) ging es nur noch darum, die angrenzenden Gebäude zu schützen. "Das heißt dass wir den Brand selbst auf das vorhandene Ausmaß begrenzt haben. Unsere erste Aufgabe war eine sogenannte "Riegelstellung" zum direkt angrenzenden Wohnhaus Zwermann aufzubauen." Damit ist eine Art Wasservorhang gemeint, der direkt vor und an die Stirnseite des Gebäudes gelegt wird, hauptsächlich zur Kühlung. Als Zweites wurden Tiere aus diesem Bereich in Sicherheit gebracht. "Unsere dritte Aufgabe war dann der Schutz der Schreinerei Brendel, die wegen des Westwindes stark durch Funkenflug gefährdet war. Der Einsatz erfolgte unter vollem Atemschutz, weswegen ein "Gerätewagen Atemluft" (GWA) aus Bad Homburg angefordert wurde, der für eine laufende Nachbefüllung der Pressluftflaschen sorgte. Diebel sagte, daß bei ihrem Eintreffen der hintere Bereich schon fast ausgebrannt war, was eventuell darauf hindeute, dass dort die Brandursache zu finden sei." Bürgermeister Matthias Drexelius, der an den Brandort geeilt war, ergänzte: "Doch dies ist nicht Aufgabe der Feuerwehr, sondern die von Polizei und vielleicht auch Bundeskriminalamt (BKA). Gott sei Dank sind keine Menschen zu Schaden gekommen." Im vorderen Bereich der Halle verbrannte auch ein dort abgestellter Wohnwagen. Dabei war die Hitzeentwicklung so groß, dass selbst ein vor der Halle abgestellter PKW Feuer fing. "Eine Gärtnerei ist eigentlich immer besetzt, auch nachts" sagten die Mitinhaber Harro und Karsten Wilhelm, die aber zum Brandgeschehen keine Auskunft geben konnten, da sie erst nach dem Ende der Löscharbeiten, die dreieinhalb Stunden dauerten, eintrafen. Gegen 8.08 Uhr wurde "Feuer aus" gemeldet. Eine Beeinträchtigung der Wernborner Bevölkerung war nicht gegeben. Die Ermittlungen nach der Brandursache dauern an. "Ein Gärtner arbeitet abends bis 20 Uhr, macht um 23 Uhr noch einmal einen Kontrollgang und wiederholt dies bei Frostgefahr auch nachts." Nur in dieser einzigen Nacht auf Dienstag wäre in jeder Woche die Halle ab 18 Uhr leer, da abends die Ware - hauptsächlich Weihnachtssterne - zum Großmarkt ausgeliefert worden sei. Dennoch verbrannten in hinteren Teil auch umfangreiche Warenbestände für das Frühjahr. Der Betrieb war nicht mit Fensterglas, sondern "Plexiglas SDP" für die großflächige Dachverglasung ausgestattet. Dieser Kunststoff wird wegen besserer Wärmedämmung und Pflanzergebnisse eingesetzt, ist aber im Gegensatz zu Glas brennbar. Karl Zwermann gehörte 1971 zu den Ersten, die "Stegdoppelplatten" aus diesem Material für die Begonien-Aufzucht einsetzten. Die Gärtnerei wurde kürzlich zwangsversteigert, die neuen Eigentümer planen, das Gelände umzugestalten.
Allein rund 1,5 Millionen Euro Schaden richteten die Flammen in der Usinger Gärtnerei an. Wie es zu dem Feuer kam, war zunächst unklar. Sicher ist bislang nur, dass der Brand gegen 5 Uhr in einem Lagerhaus ausbrach. Menschen wurden nach ersten Angaben der Polizei nicht verletzt. Das Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Wohnhaus konnte die Feuerwehr verhindern. Mehrere Esel und Gänse, die in der Halle gehalten wurden, konnten gerettet werden.
ESCHBACH (ek). "Der Kindergarten brennt", rief ein aufgeregter Steppke. als dicker Qualm aus dem Gebäude drang. Doch der Brand im Eschbacher Kindergarten Tabaluga war nur inszeniert für die Übung der Jugendwehren der Stadt Usingen, die im Rahmen des Jubiläums zum 40-jährigen Bestehen der Jugendwehr Eschbach stattfand. Als Erstes rückten dann auch neun Eschbacher Nachwuchsbrandschützer mit dem Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 an und nahmen unter Leitung von Jugendgruppenleiter Thomas Bonifer den ersten Löschangriff vor. Kurz darauf trafen im Rüstwagen mit Jugendgruppenleiterin Daniela Bonifer drei weitere Eschbacher Nachwuchsbrandschützer ein. Während die Eschbacher Jugendlichen schon in Aktion waren und feststellten, dass sich im Gebäude noch fünf offensichtlich verletzte Personen befanden, kam mit zwei Fahrzeugen die Usinger Jugendwehr und kurz darauf die aus Michelbach zur Brandstelle. Nach und nach trafen dann auch die Jugendwehren aus Wernborn, Kransberg, Merzhausen und Wilhelmsdorf ein, um beim Aufbau der Wasserversorgung zu helfen. Mit B-Schläuchen musste zunächst die Verbindung vom Hydranten zum Verteiler hergestellt werden, mit C-Schläuchen dann die Anschlüsse zu den Strahlrohren. Eschbachs Jugendwart Sascha Moses, der mit seinem Stellvertreter Daniel Böhmer die Übung ausgearbeitet hatte, war voll des Lobes für die Nachwuchsbrandschützer: "Obwohl so viele Jugendliche daran teilgenommen haben, hat alles super funktioniert." Besonders gut habe ihm gefallen, wie zügig die Eschbacher Jugendlichen bei der Menschenrettung vorgegangen seien. Die verletzten Personen durften fünf Kinder von den Eschbacher Feuerwehr-Kids mimen. Verbesserungswürdig sei die Ordnung mit den Schläuchen, stellte der Jugendwart kritisch fest, dass die Jugendwehr noch daran arbeiten müsse, künftig längere Schlauchpausen zu vermeiden. Gespannt hatten zahlreiche Zaungäste, darunter auch Bürgermeister Matthias Drexelius, die Übung der Jugendwehren verfolgt. Weniger Verständnis hatten jedoch einige Autofahrer, die das Ende der Übung nicht abwarten konnten und zum Ärger des Bürgermeisters gnadenlos über die empfindlichen Schläuche fuhren.
ESCHBACH (ek). "Kaum ein Kamerad der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Eschbach war nicht in der Jugendwehr", stellte Jugendwart Sascha Moses die Bedeutung der Jugendarbeit für die Zukunft der Wehr heraus. Die Nachwuchsbrandschützer aus Eschbach feierten am Sonntag gleich ein doppeltes Jubiläum: 40 Jahre Jugendwehr und fünf Jahre Feuerwehr-Kids. Zum Kommers am Sonntagmorgen begrüßte Vorsitzender und Wehrführer Carsten Vetter Vertreter des Magistrats, des Ortsbeirates und des Feuerwehrverbandes. In einer kurzen Chronik der Jugendwehr erinnerte der Jugendwart an das Jahr 1967, als 22 Jugendliche der Einladung der Kameraden unter Führung von Ortsbrandmeister Albert Wick gefolgt waren und in der Gaststätte zum "Deutschen Haus" unter Leitung des ersten Jugendwartes Gerhard Söhnge die Jugendwehr gründeten. In den Folgejahren kümmerten sich immer wieder engagierte Kameraden um die Ausbildung des Nachwuchses: Günter Russ, Gerold Hofmann (er war auch der erste Usinger Stadtjugendwart), Ralf Kruzinski, Carsten Vetter, Andreas Lang und Marcel Dittrich. Der heutige Jugendwart Sascha Moses wird von Daniel Böhmer unterstützt, als Jugendgruppenleiter sind zusätzlich Thomas und Daniela Bonifer tätig. Die Jugendwehr zählt derzeit zwölf Jugendliche, drei Mädchen und neun Jungen. Über die Entwicklung der am 15. August 2002 gegründeten Feuerwehr-Kids informierten die Betreuerinnen Denise Vetter und Sabine Schoula, die zusammen mit Katja Bender, Daniela Bonifer und Hiltrud Ruß die derzeit 22 Kinder spielerisch mit Themen rund um die Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen vertraut machen. Ihr besonderer Dank galt dem Vorstand und allen Spendern, die die Arbeit mit den Feuerwehr-Kids ermöglichen. "Wir sind auf dem richtigen Weg, die Kids in die Jugendwehr und später in die Einsatzabteilung zu bekommen", erklärte der Vorsitzende. Bürgermeister Matthias Drexelius gratulierte beiden Nachwuchsgruppen im Namen aller städtischen Gremien und hob die vorbildhaften Eschbacher Feuerwehr-Kids, als erste in der Stadt Usingen hervor. "Ausbildung ist nicht nur Können, sondern Nervensache", dankte Kreisbrandmeister Ulrich Hiller allen Eschbacher Betreuern. Ehrenstadtbrandinspektor Heinz Dienstbach hob den sozialen Aspekt der Jugendarbeit in der Feuerwehr hervor, und der stellvertretende Stadjugendwart Jann Schüder den langen Atem der Jugendausbilder. Abschließend wurden Klaus Anders, Günter Russ und Harald Bender, die vor 40 Jahren in der Jugendwehr angefangen haben und bis heute dabei sind, geehrt. Hochdekoriert wurden auf der Feier zusätzlich Günter Russ und Harald Bender: Sie erhielten für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr das goldene Brandschutz-ehrenabzeichen am Bande des hessischen Innenministers.
ESCHBACH (ek). Am Samstagabend wackelte beim 15. Oktoberfest der Freiwilligen Feuerwehr in Eschbach sprichwörtlich die Hütte. Grund genug zum Feiern hatten die Kameraden auch am Sonntag mit gleich zwei Jubiläen: 40 Jahre Jugendfeuerwehr und fünf Jahre Feuerwehr-Kids. "Wir haben damals als Erste in der Region ein Oktoberfest veranstaltet, das von Anfang an ein Selbstläufer war", freute sich Vorsitzender und Wehrführer Carsten Vetter am Samstagabend über eine proppenvolles Gerätehaus, an das man schon seit Jahren wegen des guten Zuspruchs zum Oktoberfest ein Zelt anbaut. Zu fortgeschrittener Stunde gab es vor der Theke längst kein Durchkommen mehr, und zahlreiche befreundete Wehren hatten gut daran getan, sich vorher ganze Tischreihen zu reservieren. Am Samstagabend herrschten praktisch Münchner Verhältnisse in Eschbach, denn auch auf der Wies'n gibt es ohne Reservierung nicht genug Plätze für Gruppen. Auch in Sachen Stimmung standen die Eschbacher den Bayern in Nichts nach. Das original bayerische Wies'n-Bier floss am Samstagabend in Strömen. Für das leibliche Wohl standen zahlreiche bayerische Schmankerln auf dem Speiseplan. Und für beste Stimmung in der weiß-blau dekorierten Fahrzeughalle sorgte die Band "Night Birds", die nicht nur die Nachteulen, sondern schön am frühen Abend die begeisterten Besucher auf die Tanzfläche, aber auch auf Tische und Bänke brachte. Bis in die frühen Morgenstunden wurde ausgelassen gefeiert. Der Sonntag war dann ganz dem Nachwuchs gewidmet. Zum Jubiläum anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr und gleichzeitig zum fünften Geburtstag der Feuerwehr-Kids fand vor dem Frühschoppen mit den "Night Birds" im Gerätehaus ein kleiner Kommers statt. Vor dem abschließenden Kaffeetrinken führten alle Jugendfeuerwehren der Stadt Usingen vor dem Eschbacher Kindergarten eine beeindruckende gemeinsame Großübung durch.
ESCHBACH (cu). Auch im Jahr des 40. Bestehens ihrer Jugendfeuerwehr feiert die Freiwillige Feuerwehr Eschbach wieder ihr Oktoberfest. Am Samstag, 29. September, ist es so weit. Pünktlich um 17 Uhr heißt es "O´zapft is". Ausgeschenkt wird original bayerisches Wiesn-Bier. Alle Mitbürger und Besucher seien eingeladen, teilte die Wehr mit. Für das leibliche Wohl stehen zahlreiche bayerische Schmankerln auf dem Speiseplan. Für Stimmung in der weiß-blau dekorierten Fahrzeughalle sorgt die Band "Night Birds". Der Sonntag, 30. September, ist dann ganz dem Nachwuchs gewidmet. Zum Jubiläum der Jugendfeuerwehr und gleichzeitig zum fünften Geburtstag der Feuerwehr-Kids findet ab 11 Uhr ein Frühschoppen mit Live-Musik von den "Night Birds" im Gerätehaus statt. Neben den bayerischen Spezialitäten werden dazu auch Schnitzel, Würstchen und Pommes angeboten. Nachmittags gibt es ein Unterhaltungsprogramm für die Kinder, außerdem Kaffee und Kuchen. Ab 14 Uhr ist am Eschbacher Kindergarten eine Großübung aller Jugendfeuerwehren der Stadt Usingen geplant. Die Eschbacher Jugendfeuerwehr, 1967 ins Leben gerufen vom damaligen Ortsbrandmeister Albert Wick, zählt heute zwölf Mitglieder - neun Jungs und drei Mädchen. Betreut werden sie von Jugendwart Sascha Moses und seinem Stellvertreter Daniel Böhmer. Als Jugendgruppenleiter sind Daniela und Thomas Bonifer tätig. Einige der Jugendlichen waren zuvor bereits bei den Eschbacher Feuerwehr-Kids aktiv und haben dort schon viel über das Verhalten in Gefahrensituationen gelernt. Die Jugendarbeit werde im Verein als eine der wichtigsten Aufgaben in der Feuerwehr eingestuft. So findet man heute kaum Aktive in der Einsatzabteilung, die nicht Mitglied in einer Jugendfeuerwehr waren. Auch die Führung der Feuerwehr Eschbach besteht fast ausschließlich aus ehemaligen Jugendfeuerwehrmitgliedern
Bilder folgen in kürze
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Jürgen Gotschy